····· The Selecter und The Beat (feat. Ranking Roger) gehen 2018 gemeinsam auf Co-Headliner-Tour! ····· Beth Hart & Joe Bonamassa veröffentlichen ihr neues Album Black Coffee am 26. Januar! ····· Lokomotor – neue Single/ Video „Wir sind jetzt“ und Album Wir sind am 26.01.2018 ····· Auf Album Nummer 10 covern Mystic Prophecy sich durch die Popgeschichte ····· Mit der Pest bewerben Nero Doctrine ihr neues Album ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Diverse: Sing meinen Song

Das Weihnachtskonzert, Volume 4


Info

Musikrichtung: Pop-Weihnacht

VÖ: 28.11.2017

(Music for Millions / RTL / Tonpool)

Gesamtspielzeit: 52:48

Es sind schon viele – und bessere – Künstler daran gescheitert, bekannten Weihnachtsliedern einen moderneren Anstrich zu geben. In den halbwegs erträglichen Fällen sind dabei mehr oder weniger harmlose Pop-Liedchen entstanden, die allerdings so gar nichts von weihnachtlicher Stimmung haben.

Davon gibt es auf diesem Album drei oder vier Stück. Zu nennen wäre hier die okaye Version von „Ave Maria“, ein Stück von dem es allerdings bereits so viele weitaus bessere Versionen gibt, dass sich hier sofort die Sinnfrage stellt. Auch „Carol of the Bells“ kann man hören. Das Stück ist anspruchsvoll instrumentiert und die Stimme von Lena trägt; ganz anders als bei ihrem ersten Stück „All I want for Christmas is you”, bei dem ihr grauenhafter kurzatmiger Pseudo-Soul Gesang, der von einer kaum erkennbaren Melodie unterlegt ist, jegliche, nicht nur die Weihnachtsatmosphäre killt. Am meisten Weihnachtstimmung verbreitet noch „Lulajze, Jezuniu“.

Das insgesamt stärkste Stück des Albums ist die von Swing und Fun getragene Version von „Jingle Bells“, bei dem das Verdikt, dass es nun wirklich gar keine Weihnachtsstimmung mehr mit sich bringt, allerdings zu 100% zu Buche schlägt. Mein weiß nicht so recht, ob Mark Foster hier eine Verarschung beabsichtigt, oder ob das Ganze ein etwas flaches Kinderlied werden sollte.

Das sind die Stücke, die der Scheibe dann doch den einen oder anderen Punkt bringen. Würde man den Rest ehrlich in die Wertung einbeziehen, kämen am Ende wohl eher Minuspunkte heraus.

Wenn sich Michael Patrick Kelly mit Lena an ein Peter Gabriel/ Kate Bush Duett wagen, kann man nur von Größenwahn sprechen und das Stück geht auch fast so sehr in die Hose, wie Gentlemans Jammer Version von „The Power of Love“. Neben dem weißen Reggae Sänger ist selbst Xavier Naidoo erträglich. Zurück zu Herrn Kelly. Lernfähig ist der Mann offenbar nicht. „Forever young“ erwürgt er ebenso gründlich und bei „Wir sind eins“ klingt er wie Heintje ohne dessen naiven Kindercharme.

Ne, Leute, das Teil gehört in die Tonne – oder eben ins RTL-Programm, damit die Zuschauer sich freuen, wenn die Werbung kommt.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Mark Foster - Jingle Bells 2:46
2 Lena - All I want for Christmas is you 4:00
3 Gentleman - The Power of Love 3:38
4 Stefanie Kloß - Oh holy Night 3:39
5 Moses Pelham mit Michael Patrick Kelly - Wir sind eins (sagt ihr) 4:36
6 The Bosshoss - Ave Maria (Ellens dritter Gesang) 3:43
7 Michael Patrick Kelly - Forever young 4:09
8 Lena - Carol of the Bells 2:06
9 Gentleman - Santa Claus (do you ever come to the Ghetto) 4:08
10 Stefanie Kloß mit Mark Foster - Dezember 3:19
11 Moses Pelham - All is full of Love 3:37
12 Mark Foster - Lulaj&#380;e, Jezuniu 3:03
13 Michael Patrick Kelly mit Lena - Don't give up 4:43
14 The Bosshoss - Earth Song 5:21

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger