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Reviews

Laurence Crane / Asamisimasa

Sound of Horse


Info

Musikrichtung: Moderne Komposition / akustische Ambient-Musik / Klassik

VÖ: 25.11.2016

(Hubro / Broken Silence)

Gesamtspielzeit: 51:19

Internet:

http://www.composersedition.com
http://www.asamisimasa.com/
https://soundcloud.com/hubro/laurence-craneasamisimasa-sound-of-horse-vi-luminous-and-serene-nofgh1782120

Laurence Crane ist ein 1961 geborener englischer moderner Komponist, der seinen Job jedoch noch sehr konservativ macht. Denn er greift nicht auf moderne Computerprogramme zurück, sondern schreibt seine Kompositionen handschriftlich.

Auf Sound of Horse spielt das Ensemble Asamisimasa fünf seiner Kompositionen aus den Jahren 1996 -> 2009. Das besondere an dem Esemble ist der Einsatz einer elektrischen Orgel, welche dem Klang der Kompositionen einen ganz besonderen Charakter verleiht.

Cranes Kompositionen werden von einer gewissen Schwermut geprägt. Die Stücke sind zumeist recht lang, oder zumindest aus mehreren Teilen zu langen Stücken gemacht. Das tragende Instrument ist die elektrische Orgel, die breitflächige Atmosphären erzeugt, die jeden Spacerock- und Psychedelik-Fan gefangen nehmen müssen, aber auch den Klassikfan auf Grund des mitunter Kirchenorgel ähnlichen Klanges beeindrucken wird. Klarinetten und Cello tragen sehnsüchtige, manchmal auch höchst melancholische Klänge dazu bei. So entstehen mächtige, dunkle, aber auch melodische Soundlandschaften. Dise Beschreibung passt auf die ersten drei Stücke.

“Events“ wird von einer traurigen Klarinette und einem verloren klingenden Soprangesang eröffnet. Die Instrumentierung bleibt bei allen drei Parts ähnlich, nur die Stimmung variiert im zweiten etwas fröhlicher und im dritten durch Hinzuname von Glockenklängen etwas luftiger. Insgesamt verströmt die Komposition eine spröde, angenehm melancholische Atmosphäre mit sogartigen Klängen der Klarinetten.

Das insgesamt 20 Minuten lange Titelstück setzt sich aus sechs Teilen zusammen. Eröffnet wird mit einer dunklen Klarinettenmelodie, die vo einer akustischen Gitarre und Celloklängen flankiert wird. Die Gitarre entwickelt sich in diesem Stück zum bestimmenden Instrument, obwohl sie immer nur einen Akkord anschlägt und diesen ausklingen lässt, um ihn dann leicht variiert wieder anzuschlagen. Später schlägt die elektronische Orgel wieder Glockenklänge an, zu dem sich das Cello in hohen und hellen Klängen fast fröhlich gibt.

Sounds of Horse ist eine sehr gut produzierte und eingespielte Fassung von Cranes Kompositionen, die sich an der grenze von E- und U-Musik bewegt. In den Klängen werden sich Klassikfans wie Postrock- und Experimentalmusikfans wiederfinden. Tolle Produktion.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

1John White in Berlin13:38
2Old Life was rubbish1:49
3Riis8:12
4Events - 13:46
5Events - 22:31
6Events – 33:59
7Sounds of Horse 1. Straightforward0:58
8Sounds of Horse 2. Dark2:35
9Sounds of Horse 3. Warm3:19
10Sounds of Horse 4. Loud and Rough2:27
11Sounds of Horse 5.Very Plain4:21
12Sounds of Horse 6. Solemn and format3:44

Besetzung

Laurence Crane: Kompositionen

Asamisimasa:
Kristine Tjogersen: Klarinetten
Tanja Orning: Cello
Anders Förisidal: Gitarrem
Ellen Ugelvik: Piano, elektrische Orgel
Ditte Marie Braen: Sopran

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger