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Reviews

Rage

Black in Mind (20th Anniversary Edition)


Info

Musikrichtung: Power Metal

VÖ: 11.12.2015 (1995)

(Dr. Bones / Soulfood)

Gesamtspielzeit: 121:58

Rage haben eine Karriere hinter sich, die für erfolgreiche Bands des letzten Jahrtausends nicht ungewöhnlich ist. Am Anfang stehen recht raue ungeschliffene Alben mit dem Charme jugendlichen Ungestüms und einer gehörigen Portion sympathischer Naivität. Dann folgt ein Phase, in der Bands ihre Fähigkeiten sowohl in spielerischer, wie kompositorischer Hinsicht ausbauen und ihr Potenzial auf einer höheren Ebene verwirklichen. Das ist in der Regel die Phase, in der die Klassiker entstehen. Und irgendwann folgen dann Werke, denen man Können und Solidität nicht absprechen kann, bei denen aber irgendwie das gewisse Etwas fehlt. Aus den berufenen Musikern sind Berufsmusiker geworden, Genialität ist durch Handwerkskunst ersetzt worden.

Black in Mind gehört eindeutig in die zweite Phase der Rage-Biographie. „Black in Mind”, „Alive but dead“,„Sent by the Devil”, „In a nameless Time” - die Klassiker purzeln nur so von den Bäumen. Völlig eigenständig, mit hohem Wiedererkennungswert präsentiert die Band einen fantastischen Mix aus immer noch thrashigem Metal, erhebenden Melodien und hymnischen Arrangements. Dass das Folgealbum Lingua Mortis dann eine Zusammenarbeit mit dem Prager Sinfonieorchester war, erscheint vor dem Hintergrund von Black in Mind nur Folgerichtig. Und Rage sprangen hier nicht einfach auf einen Trend auf, sondern gehörten zu den Pionieren, die den Zug in Gang setzen; auch wenn das wohl in der Luft lag. 1996 erschienen außerdem Therions Theli und die Death Metal Symphony in deep C Yeah! Yeah! Die! Die! von Waltari.

Die Jubelausgabe zum 20. Jahrestag kommt mit einer Bonus-CD, die im Wesentlichen aus Demo-Aufnahmen einiger Album-Titel besteht. Kann man hören! Das ungeschliffene Raue hat durchaus etwas. Auch wenn es streckenweise so klingt, als höre man ein altes Tape, das nicht ganz rund läuft.
Zusätzlich gibt es drei bislang unveröffentlichte Songs, die die neue Edition für Fans natürlich unverzichtbar machen. Am interessantesten ist dabei die Cover-Version des Spandau Ballet Klassikers „Through the Barricades“.

Das Booklet mit allen Texten und Fotos der vier Musiker wäre für ein reguläres Album solide. Bei einer Jubiläumsausgabe, die mehr sein will, als ein Cash In, sollte man allerdings ein paar Liner Notes erwarten können, die das Album historisch einordnen.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1 Black in Mind (4:47)
2 The crawling Chaos (4:46)
3 Alive but dead (4:56)
4 Sent by the Devil (5:01)
5 Shadow out of Time (5:39)
6 A Spider's Web (3:21)
7 In a nameless Time (10:12)
8 The icecold Hand of Destiny (4:05)
9 Forever (4:44)
10 UntilI die (4:34)
11 My Rage (2:42)
12 The Price of War (4:16)
13 Start! (4:30)
14 All this Time (5:33)
15 Chase (Japan Bonus Track) (3:52)


20th Anniversary Bonus-CD

The "Black in Mind"-Demos
1 Black in Mind (4:06)
2 Sent by the Devil (5:01)
3 Shadow out of Time (5:31)
4 Alive but dead (5:50)
5 A Spider's Web (3:24)
6 All this Time (Acoustic Version) (5:22) (Acoustic Version)
7 Another wasted Day (5:36)

Previously unreleased
8 Transfigured Night (4:10)
9 The Watcher (5:03)
10 Through the Barricades (5:26)

Besetzung

Peavy Wagner (Voc, B, Perc)
Chris Efthimiadis (Dr, Perc, Back Voc)
Spiros Efthimiadis (Git, Back Voc)
Sven (Git, Back Voc)

Gäste:
Aldona Cisewska (Violine <14>)
Uwe Sieverding (Violine <14>)
Menja Wiefelspütz (Viola <14>)
Peter Marinovic (Cello <14>)
Hubert Otten (Kontrabass <14>)
Benjamin Rinnert (Violine <7>)
Detlef Goy (Kontrabass <7>)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger