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Reviews

Yes

Union


Info

Musikrichtung: Progressive

VÖ: 29.04.1991

(Arista / BMG)

Gesamtspielzeit: 79:58

Das Zustandekommen dieser CD ist Thema meiner monatlichen Kolumne. Am Ende steht eine Art Sampler, auf dem Stücke der beiden damals parallel existierenden Yes-Inkarnationen, Yes und Anderson Bruford Wakeman Howe, und ein Solo-Stück von Steve Howe zu finden sind.

Von den frühen Yes-Scheiben ist hier wenig zu finden. Union ist eine Art Scharnier zwischen den poppigern Alben Drama, 90125 und Big Generator auf der einen und den esoterischer angelegten Alben, die folgen sollten, auf der anderen Seite. Das ergibt eine ganz schöne Mischung, weil die Pop-Anteile die spirituell erhebenden Momente erden und gleichzeitig aus einer zu plakativen Eindimensionalität befreit werden.

Bis auf das etwas langweilige „The more we live - Let go” zeichnen sich die Yes-Stücke durch die deutlicheren Refrains aus. Am stärksten dabei wohl der recht verspielte Siebeneinhalb-Minüter „Miracle of Life“. Das ist bei der Pop-Ausrichtung dieser Inkarnation nicht so sehr überraschend.

Überraschender ist eher, dass sich bei Anderson Bruford Wakeman Howe die härteren Nummern befinden. Sehr stark kommt dadurch das eröffnende „I would have waited forever“, das neben ruhigen Momenten viel Rhythmus und gelegentlich auch regelrecht aggressive Riffs hören lässt. Auch das hart groovende „Shock the System“ setzt auf Rhythmus und harte Riffs.

Die großen Stücke, die sich in eine Reihe mit den Klassikern der Bandgeschichte stellen könnten gibt es auf Union zwar nicht, aber für die Umstände seines Entstehens ist es ein erstaunlich geschlossenes Album, das die unterschiedlichen Qualitäten der rockenden und spirituellen Band nicht nur in der Addition der beiden Fraktionen vorfinden lässt. Denn auch wenn die Akzente anders gesetzt werden, sind die Stücke so unterschiedlich, dass man sofort sagen könnte, ob hier nun Yes oder Anderson Bruford Wakeman Howe am Werke sind, auch wieder nicht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1I would have waited forever 6:33
2 Shock to the System 5:09
3 Masquerade (Steve Howe) 2:18
4 Lift me up (Yes) 6:30
5 Without Hope you cannot start the Day 5:19
6 Saving my Heart (Yes) 4:42
7 Miracle of Life (Yes) 7:31
8 Silent Talking 4:00
9 The more we live - Let go (Yes) 4:54
10 Angkor Wat (CD-Bonus) 5:24
11 Dangerous (Look in the Light of what you're searching for) 3:39
12 Holding on 5:24
13 Evensong 0:52
14 Take the Water to the Mountain 3:12
15 Give & take (CD-Bonus) 4:30

Besetzung

<3>
Steve Howe

<1,2,5,8,10-15>
Jon Anderson
Bill Bruford
Rick Wakeman
Steve Howe

<4,6,7,9>
Jon Anderson
Trevor Rabin
Chris Squire
Alan White
Tony Kaye

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger