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Reviews

Arch Enemy

Anthems Of Rebellion


Info

Musikrichtung: Melodic Death Metal

VÖ: 22.09.2003

(Century Media)

"Arch Enemy ?!? Das ist doch diese Deathmetalband mit der hübschen Lady am Mikro. Ach wie süß!" Solche oder ähnliche Kommentare werden jeder vorurteilsbehafteten Person nach Genuss dieses Longplayers wohl im Halse steckenbleiben, denn nach dem starken Vorgänger Wages Of Sin ist es den schwedischen Deathern mit deutscher Frontamazone tatsächlich gelungen mit Anthems Of Rebellion ihr Meisterstück abzuliefern.

Nach einem kurzen Intro zeigt schon der recht heftige, thrashorientierte Opener "Silent Wars", dass man im Supermarkt des Vetrauens den Weichspüler in den Regalen glücklicherweise stehen gelassen hat und sich auf weiteres Genickstarre verursachendes akustisches Futter freuen darf.

Diese besondere Art der Halsschmerzen wird so manchen Ungläubigen noch nach Besuch diverser Hartwurstklubs der Republik in nächster Zeit heimsuchen, da die folgenden Songs "We Will Rise" und das endgeniale "Dead Eyes See No Future" garantiert die nächsten paar Jahre und länger zum Stamminventar der Metal-DJ-Riege gehören werden. Grandiose Melodic-Death-Metal-Hymnen, die ohne Weiteres in einem Zug mit z.B. In Flames "Episode 666" bzw. "Follow The Hollow" von Soilwork genannt werden dürfen.

Bei "Dehumanization" und "End Of The Line" werden Angela Gossow`s wütende Grunzvocals sogar durch einige cleane Passagen, die von Lead-Gitarerro Christopher Amott dargeboten werden, unterstützt, die gesangstechnisch für einige Abwechslung sorgen und vor allem deswegen noch am ehesten Erinnerungen an modernere Deathmetalacts wach werden lassen.

Ansonsten gehen Arch Enemy straight ihren unverkennbaren Weg, und das heisst geniale Riffs bis zum Abwinken, weltklasse Instrumentierung und eine Produktion durch Meister Andy Sneap, die fast vergeblich ihresgleichen sucht. Bestes Beispiel hierfür ist wohl das vorzügliche "Last Supper", das in Form des vielschichtigen "Saints And Sinners" serviert wird und alle Vorzüge der Band anno 2003 offen darlegt. Härte und Agressivität auf der einen, fast majestätische, melodische Gitarrenlinien auf der anderen Seite bzw. das beste Beispiel, dass Gegensätze doch hervorragend zusammen passen können.

Wären alle Songs in dem Format der genannten Verdächtigen, könnte man ohne weiteres die Höchstpunktzahl zücken, aber da es auch ein paar "nur" gute Tracks auf dem Album gibt sind noch Steigerungsfähigkeiten vorhanden. Auf jeden Fall ist Anthems Of A Rebellion sehr nah an einem Referenzwerk in diesem Genre und ein Pflichtkauf für alle Anhänger dieses Musikstils. Also warum seid ihr eigentlich noch da? Nichts wie ab in den Plattenladen...



Manuel Liebler

Trackliste

1. Tear Down The Walls (Intro)
2. Silent Wars
3. We Will Rise
4. Dead Eyes See No Future
5. Instinct
6. Leader Of The Rats
7. Exist To Exit
8. Marching On A Dead End Road (Instr.)
9. Despicable Heroes
10. End Of The Line
11. Dehumanization
12. Anthem (Instr.)
13. Saints And Sinners

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger