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Reviews

Sunlight

My Own Truth


Info

Musikrichtung: Hard’n‘Heavy / Power Metal

VÖ: 04.05.2015

(Total Metal Records)

Gesamtspielzeit: 40:31

Internet:

http://www.facebook.com/SunlightTheBand

Die Band kommt aus Griechenland und hat mit der vorliegenden Scheibe ihr Debüt-Album veröffentlicht. 2009 wurde die Gruppe gegründet, 2011 kam die erste EP mit dem Titel „Rockin’ All Around“ heraus. Der Titel ist auch auf dem Album enthalten.

Sänger Dimitris Giannakopoulus erinnert mich an eine Mischung aus Ronnie Atkins (Pretty Maids) und Tobias Sammet (Edguy, Avantasia). Allerdings singt er insgesamt lange nicht so rau wie der gute Ronnie. „Back To Life“ glänzt durch eine tolle Melodie und geht ins Ohr. „Follow Your Heart“ schlägt in die gleiche Kerbe - allerdings ist mir das Keyboard hier ein bisschen zu dominant und nervt leicht. Aber: Gute Gitarrenarbeit! „My Own Truth“ weist große Parallelen zu „Glory to the Brave“ von Hammerfall auf. Der Song steigert sich jedoch langsam zu einem eher schnellen Titel. Hier ist das Keyboard sehr dominant, ähnlich wie bei Jens Johansson von Stratovarius. Wuchtige, stakkatoartige Gitarrenriffs, die die Musik gut unterstreichen sind im Hintergrund zu hören.

Das Keyboard ist manchmal richtig geil gemacht, wie z. B. bei „Eastern Train“. Allerdings hätte hier ein etwas rotzigerer Hammond-B3-Sound das Ganze noch um Längen aufgepeppt. „When I See You“ ist eine tolle Ballade mit einer starken Melodielinie, die mit einem gefühlvollen Piano untermalt wird. Hier kommt der Gesang auch richtig gut rüber.

Gesanglich ist die Scheibe insgesamt nicht schlecht, allerdings nicht herausragend und zu wenig markant, dass man sagen könnte: Der Sänger hat eine Besonderheit oder eine bestimmte Eigenständigkeit. Das Album kann man gut an einem Stück hören, ich bin bei keinem Song geneigt, ihn abzuwürgen. Ihre Einflüsse kann man gut heraushören, z. B. bei „Struggle For Deliverance“, der mich zeitweise an den Song „Hunting High and Low“ von Stratovarius erinnert. Soundtechnisch ist hier insgesamt eine solide Arbeit abgeliefert worden. Diese Art von Musik wird sehr gut in Szene gesetzt und man kann sämtliche Instrumente gut heraushören. Und abwechslungsreich ist die Scheibe allemal. Was mir noch gefallen hätte: Es ist das Debüt einer griechischen Band - was man leider zu keiner Sekunde hört!

Tri State Corner zum Beispiel haben einige folkige Elemente eingefügt, denen man ihre Herkunft sofort anmerkt. Das hat sich live sehr gut angehört und passt auch zu der Musik. Hier wäre eine etwas eigenständigere Note nicht schlecht. Was wirklich beeindruckt ist Song 9, „Lonely Man’s Song“: Der Titel ist sehr stark und das Geigensolo ist der Hammer. Da wären selbst Pavlov’s Dog stolz drauf.

Für Fans von Bands wie Avantasia oder Stratovarius sind Sunlight durchaus empfehlenswert. Die Scheibe ist musikalisch gut gemacht und die Melodien sind qualitativ gut. Die Spielzeit ist mit ca. 40 Minuten etwas kurz. Aber lieber neun gute Songs als 15, bei denen die Hälfte nichts Gescheites ist. Was mich teilweise etwas nervt, ist das zu dominante Keyboard - aber das schaffen Stratovarius bei mir auch! Es ist halt wie immer Geschmackssache. Ich denke man sollte die Scheibe vor dem Kauf auf jeden Fall vorher antesten. Aber für eine Debütscheibe ist das Teil durchaus in Ordnung. Vor allem die Balladen sind stark.



Stefan Graßl

Trackliste

1Back To Life
2Follow Your Heart
3My Own Truth
4Eastern Train
5When I See You
6Earthquake
7Rockin’ All Around
8Struggle For Deliverance
9Lonely Man’s Song

Besetzung

Dimitris Giannakopoulus (Gesang)
Makis Kaponis (Gitarre, Background-Gesang)
Panos Anastopoulus (Keyboards)
Sakis Kotsiras (Schlagzeug)
Panos Mourtzinos (Bass, Background-Gesang)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger