····· Silberfeier von Ohrenfeindt im Gruenspan konserviert serviert ····· Grafitti sei wie Punk aus der Spraydose kommentieren Gatuplan ihr neues Video ····· Peter Goalby, Ex-Sänger von Uriah Heep, veröffentlicht bislang nie erschienenes Soloalbum ····· Vorwiegend akustische Arrangements auf Live-Dokument der Fleet Foxes ····· Eine Reise durch die nordische Mythologie mit Hel’s Throne ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Midnite Club

Running out of Lies


Info

Musikrichtung: Hard Rock

VÖ: 20.10.2003

()

Gesamtspielzeit: 50:33

Internet:

www.midniteclub.de

Der große Unterschied zwischen Heavy Metal und Hard Rock ist die Dominanz aggressiver Gitarrenriffs auf der einen und das Vorherrschen packender kraftvoller Melodien auf der anderen Seite. Die Folge davon ist, das man sich beim Heavy Metal wesentlich einfacher auch mit Mittelmaß über die Runden retten kann, während mittelmäßiger Hard Rock in der Regel einfach nur langweilig ist und ein großer Teil der Unzahl von Rainbow-, Van Halen- und Def Leppard-Clones somit eine der größten Lasten für den Rezensenten darstellen.

Der Midnite Club gehört genau in dieses Genre. Irgendwo zwischen Whitesnake, Van Halen und härteren Bon Jovi ziehen die Süddeutschen ihre Kreise. Aber bereits der Opener läßt hoffnungsvoll aufatmen und Running out of Lies hält dann durchgehend, was dieser verspricht.
Midnite Club finden ihre Melodien, verpassen den kraftvollen Nummern gehörigen Punch und gleiten bei den ruhigen Stücken nicht in den Kitsch ab. Selbst die "Wild Boys", im Original eine klebrig-süße Angelegenheit der Vorzeige-Popper Duran Duran, werden durch eine kraftvoll erdige Interpretation in den grünen Bereich geholt.

Natürlich, Innovationspreise werden damit nicht gewonnen und für wen "modern" ein grundsätzlich notwendiges Qualitätsmerkmal ist, der hat in diesem Club nichts verloren. Aber wer die Slippery when wet, Whitesnakes 1987 oder die Van Halen-Scheiben aus der Ära nach David Lee Roth immer noch mal gerne in den Player steckt, bekommt hier eine hochwertige Ergänzung für die persönliche Heavy Rotation und wird fasziniert feststellen, wie die Stimme von Carsten Schulz (Domain/ Evidence One) zwischen David Coverdale und Sammy Hagar an den kraftvollen und Jon Bon Jovi an den ruhigeren Stellen changiert.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Neon Dreaming4:18
2Too close to the Sun6:07
3Morning Rain4:24
4The wild Boys4:26
5Snakecharmer4:28
6Ticket to Silence4:02
7Heaven beyond3:28
8Running out of Lies4:40
9Midnite Club4:31
10What the Mirror only knows3:55
11Thoughts away6:14

Besetzung

Stephen Seger (guitars)
Carsten Schulz (vocals)
Bernd Hermann (drums)
Andy Keller (bass)
Holger Seeger (keyboards)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger