····· Silberfeier von Ohrenfeindt im Gruenspan konserviert serviert ····· Grafitti sei wie Punk aus der Spraydose kommentieren Gatuplan ihr neues Video ····· Peter Goalby, Ex-Sänger von Uriah Heep, veröffentlicht bislang nie erschienenes Soloalbum ····· Vorwiegend akustische Arrangements auf Live-Dokument der Fleet Foxes ····· Eine Reise durch die nordische Mythologie mit Hel’s Throne ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Pennywise

From The Ashes


Info

Musikrichtung: Punkrock

VÖ: 09.09.2003

(Epitaph / SPV)

Es war auf jeden Fall wieder Zeit für ein neues Pennywise-Album, und dieses fällt zunächst gleich mal durch die gelungene Covergestaltung auf. Komplett in orange und grün gehalten ist das ganze sehr schick designt.

Gleich wird klar, dass die Kalifornier wieder in die gleiche Kerbe schlagen wie mit den letzten sechs Studioalben. Schneller, energiegeladener, melodischer Punkrock mit gesellschaftskritischen und positiven Sing-Alongs. Doch warum soll auch was immer gut war auf einmal schlecht sein. Natürlich sind Bands wie Bad Religion ein gutes Beispiel, dass es nicht besonders kreativ ist, zehnmal das gleiche Album zu machen, doch habe ich bei Pennywise sowieso das Gefühl, dass die Texte einen überaus großen Teil der Musik einnehmen. Und was zu sagen haben Pennywise eben noch und man sollte auch nicht vergessen, dass diese Jungs diesen Stil ganz stark geprägt haben. Warum sollte man sich dann mit einem billigen Abklatsch zufrieden geben, wenn das Original die Hörer weiterhin mit neuem Material beglückt? Wie sagt man - besser als der Schreiner macht's keiner, und wenn die Jungs aus Hermosa Beach den Sound schon gezimmert haben und weiterhin hochhalten passt's doch.

"Now I Know" ist gleich eine hitverdächtige Hymne und mit "God Save The USA" geht es auch gleich weiter mit dem nächsten Highlight der Platte. Sehr ironische und intelligente Lyrics sind eben eine Spezialität von Pennywise. Sie verstehen es mal wieder Tatsachen auf wenige Worte zu reduzieren und es trotzdem auf den Punkt zu bringen. Ansonsten fallen mir vor allem noch "This Is Only A Test" mit dem Akustik-Intro und das druckvolle "Punch Drunk" auf.

Auch wenn sich in Sachen Sound und Stil nicht besonders viel getan hat handelt es sich bei From The Ashes auf jeden Fall um ein sehr gutes Pennywise-Album. Wer Pennywise liebt wird sie weiterhin lieben und wer sie nicht mag wird sie nicht auf einmal mögen, doch wer sich einfach mal in Sachen Punkrock reinhören will, dem sei dieses Album empfohlen. Die Songs dieser Platte haben genug Potenzial um in der Reihe der Klassiker Alien, Bro Hymn, Same Old Story oder Fuck Authority zu erscheinen.

Zudem liegt der CD auch noch eine kostenlose DVD bei. Auch wenn ich diese nicht unbedingt als große Bereicherung ansehen würde ist es eine nette Geste von Epitaph, noch etwas beizulegen. Darauf sind Statements und Sichtweisen der Musiker zum Album, Livesequenzen und andere Infos, aber auch schlechte CKY/Jackass-Aktionen, die es sehr befremdend wirken lassen, wenn Fletcher dazwischen von Kunst spricht.

Kurz: Nichts revolutionäres, aber dennoch gewohnt gut.



Kevin Kirchenbauer

Trackliste

1. Now I Know
2. God Save The USA
3. Something To Change
4. Waiting
5. Salvation
6. Look Who You Are
7. Falling Down
8. Holiday In The Sun
9. This Is Only A Test
10. Punch Drunk
11. Rise Up
12. Yesterdays
13. Change My Mind
14. Judgement

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger