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Reviews

The Tea Party

The Ocean at the End


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 19.09.2014

(InsideOut Music)

Gesamtspielzeit: 56:33

Internet:

http://www.teaparty.com
https://www.facebook.com/theteapartyofficial
https://twitter.com/theteapartyband

Die Reunion von The Tea Party überraschte vor drei Jahren genauso, wie ihre Auflösung im Herbst 2005, als Sänger und Gitarrst Jeff Martin einer Solokarriere nachgehen wollte. Das tat er auch ausgiebig in verschiedenen Konstellationen, während seine Bandkollegen Stuart Chatwood und Jeff Burrows aus dem Radar der Öffentlichkeit ziemlich verschwanden.

Nach zahlreichen Konzerten in Kanada und Australien sowie einem Livealbum, bzw. einer Live-DVD ist es nun endlich soweit: ein neues Tea-Party-Studioalbum erscheint! Zehn Jahre liegt das letzte bereits zurück. Dabei steht dieses Seven Circles nicht so hoch im Kurs, wie seine fast magischen Vorgänger The Interzone Mantras, Transmission oder Edges of Twilight. Die Erwartungshaltung der Fans ist natürlich groß. Ob das Trio diese erfüllen kann?

Man muss leider sagen: nein, nicht ganz. Denn die Maschine läuft noch nicht so richtig rund. Zwar sind alle bekannten Elemente wie der immer noch begnadete Gesang Martins, der fernöstliche Touch oder das teils von Led Zeppelin oder The Doors erinnernde Songwriting da. Doch stellenweise klingen die Songs etwas zu generisch bzw. am Reißbrett entworfen. Dem ansonsten toll kratzigen Rocksong „Cypher“ oder dem satt groovenden „The Black Sea“ fehlt es an letzter Konsequenz bzw. den kleinen Details, welche Songs besonders macht. Ebenso ergeht es dem archaischen Blues-Rocker „The Cass Corridor“, der an einem langweiligen Refrain leidet.

Auf der anderen Seite stehen dagegen Stücke wie der teils dramatische Opener „The L.o.C.“ und das leidenschaftliche und druckvolle „The 11th Hour“, bei dem die alte Stärke nicht nur durchscheint, sondern geradezu heraus bricht. Dabei versuchen The Tea Party das Rad nicht wirklich neu zu erfinden, was es auch gar nicht braucht. Freunde von Transmission dürfen sich so zum Beispiel am elektronischen Groove von „Submission“ erfreuen. Aufhorchen lässt dagegen „Brazil“ mit seinem (nomen est omen) südamerikanischen antreibenden Schlagzeugsounds. Manchmal wünscht man sich geradezu Jeff Burrows würde öfters so aus sich heraus gehen und nicht immer den geradesten Weg gehen.

Zum Schluss verwöhnt die Band ihre Fans noch mit zwei richtigen Sahnenummern. Zum einen mit der wunderbaren, emotionalen Ballade „Water’s On Fire“, zum anderen mit dem atmosphärischen, melancholischem Titeltrack. Das ist die Größe, für die man die Band immer liebte. Der überflüssige Ambient-Track „Into The Unknown“ beschließt dann ein Album, das im Ganzen nicht schlecht ist, auf der anderen Seite aber auch ein wenig enttäuscht, weil es auch ein wenig mutlos klingt. Qualitativ befindet man sich damit am selben Punkt wie vor einer Dekade. Trotzdem: Schön, dass die Band wieder da ist!



Mario Karl

Trackliste

1The L.o.C4:14
2The Black Sea3:58
3Cypher3:57
4The Maker4:10
5Black Roses5:28
6Brazil4:44
7The 11th Hour4:59
8Submission3:53
9The Cass Corridor2:40
10Water's On Fire4:42
11The Ocean At The End8:37
12Into The Unknown5:02

Besetzung

Jeff Martin (Gesang, Gitarre)
Stuart Chatwood (Bass, Keyboards)
Jeff Burrows (Schlagzeug, Perkussion)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger