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Reviews

Hundred Seventy Split

HSS


Info

Musikrichtung: Blues-Rock

VÖ: 07.02.2014

(Corner House / H’ART )

Gesamtspielzeit: 54:13

Internet:

http://www.hundredseventysplit.com
http://www.facebook.com/hundredseventysplit

Rein in die Wohlfühlklamotten, rauf auf die Couch und die Stereoanlage angeworfen. Der Freitag steht an und ich brauche eine ordentliche Portion Blues-Rock, um mich darauf einzustimmen. Nachdem was die Plattenfirma über die neue Platte der beiden Ten Years After-Recken Leo Lyons und Joe Gooch auf dem Werbeflyer schreibt, dürfte das kein Problem sein…

Der Sound, der einem bereits bei Song eins um die Ohren geblasen wird ist satt, trocken und erdig. Mein Fuß wippt sofort mit, die Hammond-Orgel röhrt satt im Hintergrund und Leo Lyons Bass pumpt wuchtig, wie man es von ihm gewohnt ist. Joe Gooch singt lässig und lässt dabei die notwendige Portion Dreck in der Stimme aufkommen. Blues und Rock grooven mächtig, so muss das sein. Die Gitarre klingt unglaublich klar und die Solos sind klasse! Die Spielfreude merkt man der kompletten Truppe an. Auf dem Booklet ist diese sogar noch ohne Problem zu erkennen. Leo Lyons grinst bis über beide Backen - hier sagt ein Bild ganz klar mehr als tausend Worte.

Die Truppe beweist bei dem Song „I Never Saw It Coming“, dass sie auch die ruhigen Bluestöne mühelos beherrscht. Erinnerungen an Gary Moores „Parisienne Walkaways“ tauchen hier ab und zu auf. Und wieder: Was für eine Gitarre! Dabei driftet die Band tief in die Melancholie des Blues und lebt diese Stimmung vollends aus - phantastisch! Die Songs klingen lässig, frisch und cool ohne Ende. Hier wurde nix auf dem Reißbrett konzipiert. Das ist echte, unverfälschte handgemachte Blues-Rock-Musik, die sämtliche wichtigen Elemente enthält. Klingt klassisch, aber nie altbacken.

Was mich vor allem fasziniert, ist die sagenhafte Hammond-Orgel. Anspieltipp hier: „Let Me go“ - der absolute Hammer! Bei dem grandiosen „Columbus Stockade Blues“ schimmert weit entfernt der Rolling Stones-Klassiker „Miss You“ durch. Joe Goochs Gitarrenspiel ist der absolute Wahnsinn. Bei „The Sound Of Goodbye“ könnte man glatt meinen, Steve Morse (Deep Purple) spielt hier auf. „King Of The Blues“ treibt in bester „La Grange“-Manier (ZZ Top) die Motten aus den Matratzen und sorgt für einen krönenden Abschluss. Der Freitag kann so was von kommen!



Stefan Graßl

Trackliste

1Pork Pie Hat (4:48)
2I Never Saw It Coming (8:01)
3Gonna Dance On Your Tombstone (7:25)
4Let Me Go (4:24)
5Columbus Stockade Blues (4:16)
6The Sound Of Goodbye (6:52)
7The Devil To Pay (4:52)
8What The Devil Loves (6:00)
9The Devil To Pay (Reprise) (4:53)
10King Of The Blues (4:02)

Besetzung

Joe Gooch (Gitarre, Gesang)
Leo Lyons (Bass)
Damon Sawyer (Schlagzeug)

Gäste:
Billy Livsey (Hammond-Orgel)
Sean Fuller (Schlagzeug auf Track 10)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger