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Reviews

Woodpecker Williams

The Bird School of Being Human


Info

Musikrichtung: Art Pop

VÖ: 10.09.2012

(Robot Elephant Records )

Gesamtspielzeit: 28:54

Internet:

http://www.woodpeckerwooliams.com

Die aus Crawley stammende Gemma Williams steckt hinter den seltsamen Namen Woodpecker Williams. Ihr Hauptinstrument ist die Harfe, daneben spielt sie weitere akustische Instrumente, die sie durchaus auch folkloristisch angehaucht einsetzt. Unter diesem zerbrechlichen, akustischen Gewand liegt eine Menge Elektronik in Form von atmosphärischen Soundschleifen, scheppernden Drums und Beats und auch mal tanzbaren, an die 80er Jahre erinnernde Rhytmen.
Eine gewagte Mischung, die auf den beiden Einstiegsongs "Red Kite" und "Gull" gleich Ihren vollen, melancholischen Zauber ausbreiten. Im ersten Track spielt sie eine fast Neo-Folk gleiche Naivität aus, im zweiten mischt sie diese Elemente mit einer schleppenden, elektronischen Elektronik, der einen sofort an Björk denken lässt. Das dritte Stück "Sparrow" spielt die oben erwähnte Dancementalität aus. Ein Darkwave Rhythmus aus dem Computer, zirpende Sounds und ein hallender, rockiger Gesang bauen eine schräge Wave Popnummer runter. Das wird natürlich sogleich mit einer akustischen Gitarre, welche mit zirpenden, weinenden Sounds flankiert wird, in "Magpie" konterkarriert. Eine traumhaft psychedelische Ballade, die den Hörer auf Wiesen im Sonnenuntergang schickt. Und genau auf der Grenze, um noch nicht kitschig zu sein. Auch "Ceow" bleibt melancholisch. Eine gesampelte Bläserfanfare, schleppender Beat und dunkle, kratzige Keyboards bilden das melancholische und doch irgendwie friedlich stimmende Gerüßt, welches nur von den bedrohlichen Beats gestört wird. Der Soundsausbruch inklusive gesamplten Stimmen in der Mitte lässt das Stück zum Industrial werden und dann ausklingen. Dove" beginnt als Kontrast mit hymnischen Harfenklängen und wenn hier der Gesang einsetzt, denkt man erneut, Björks Schwester singen zu hören, wenn auch diese Stimme melodischer und weniger kangtig ist. Die einsetzenden Bläser und die scheppernden Drums kreieren auch hieraus einen wundervollen Song. Das abschließende "Hummingbird" beginnt mit glasklaren Chören, in denen sich der Gesang dann legt. Keine Instrumente, die setzen erst nach ca. 1:30 mit einem sonoren Keybordsound ein. Nach 2 Minuten dann ein leichte Beat und die Chöre werden zu rhythmischen Begleitern. So baut sich langsam ein Mix aus 80´s Dancesounds und weltmusikalischen Klängen auf, der dem Album einen hymnischen und tanzbaren Abschluss gibt.
Björk, Kate Bush und Tori Amos Fans sollten auf jeden Fall reinhören. Das Album hat nur den Makel, das es nur 28 Minuten aufweist.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

1Red Kite5:06
2Gull2:53
3Sparrow4:17
4Magpie3:47
5Ceow4:12
6Dove3:58
7Hummingbird4:41
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger