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Reviews

The Levellers

Static on the airwaves


Info

Musikrichtung: Folk-Rock

VÖ: 29.06.2012

(On the Fiddle Recordings / India)

Gesamtspielzeit: 42:16

Internet:

http://www.levellers.co.uk

Huch, es sind schon wieder vier Jahres ins Land gezogen, seitdem das letzte Levellers-Album Letters from the underground erschien. Da wird es Zeit für etwas Neues. Und das hört auf den Namen Static on the airwaves. Zugleich ist es die zweite Platte die auf dem eigenen Label On the Fiddle Recordings erscheint.

Geschäftlich ganz unabhängig scheint es sich frei zu musizieren. Denn die Platte ist musikalisch ziemlich locker und relativ entspannt geraten. Nummern wie das harmonische „After the hurricane“ oder „Traveller“ sind von einer neuen Ruhe geprägt, die gefällt. Was am Anfang des Albums aber besonders auffällt, ist der Start mit satten Keyboardeffekten. Wobei man sich hiervon nicht überrumpeln lassen sollte. Denn der dazugehörige Songs „We are all gunmen“ erinnert stark an die Zeit von Mouth to mouth, als es die Band etwas mehr in die Breite zog. Generell merkt man es immer wieder deutlich, dass man mit Matt Savage seit einiger Zeit einen festen Keyboarder mit an Bord hat.

Die restlichen Songs klingen so typisch nach The Levellers wie es nur geht. Egal ob flotter Folk wie „Truth is“, der typische Midtemposound von „Raft of the Medusa“ und „No barriers“ oder die typische von Gitarrist Simon gesungene, anfänglich akustische Ballade „Alone in the darkness“ - alles da was der Levellers-Fan von seiner Band kennt und mag. Zwar überzeugen die Nummern meist mit feinen Harmonien, die Melodien kommen einem aber doch wieder irgendwie bekannt vor. Die Levellers sind eben die Levellers und manchmal ist man fast versucht zu behaupten, sie würden mehr oder weniger nur noch ihr eigenes Erbe verwalten und man sehnt sich zum Beispiel zu Truth and lies zurück, als man mit satten E-Gitarren jegliche Bedenken auf die Seite wischte, man sei eingerostet.

Textlich und in Sachen Attitüde zeigt man sich allerdings so kritisch und bissig wie eh und je und so sollte man mit der Band auch nicht so hart ins Gericht gehen. Denn musikalisch ziehen The Levellers immer noch ihr ganz eigenes Ding durch und haben zwischen New Model Army und Billy Bragg ihren festen Platz in der britischen Musikgeschichte redlich verdient. Das Album ist ziemlich angenehm, aber nicht nicht mehr schon spannend wir früher. Es endet mit dem akustischem Traditional „The recruiting sergeant“, bei dem die Band vollkommen losgelöst von der Leber weg musiziert. Das wäre vielleicht auch ein interessanter Weg für die Zukunft.



Mario Karl

Trackliste

1Static on the airwaves0:49
2We are all gunmen4:40
3Truth is3:17
4After the hurricane4:13
5Our forgotten towns2:10
6No barriers4:29
7Alone in the darkness3:44
8Raft of the Medusa3:51
9Mutiny3:31
10Traveller3:55
11Second life3:49
12The recruiting sergeant3:54

Besetzung

Jeremy Cunningham (Bass)
Charlie Heather (Schlagzeug)
Mark Chadwick (Gesang, Gitarre)
Matt Savage (Keyboard)
Jonathan Mark Sevink (Geige)
Simon Friend (Gitarre, Gesang)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger