····· Zweites Video zum kommenden Uriah Heep-Album online ····· Fast 90 widmet Willie Nelson dem Songwriter Harlan Howard ein komplettes Album  ····· Das Debüt-Album von Snap! erscheint als Limited Picture Disc Edition ····· Masha the rich Man singt ein Liebeslied an ihre Großmutter ····· Die Blutengel bluten seit 25 Jahren ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Motörhead

Inferno


Info

Musikrichtung: Metal

VÖ: 21.06.2004

(Steamhammer / SPV)

Gesamtspielzeit: 48:34

Jeder Metalhead sollte in Zukunft mit der Bibel in der einen und dem Inferno in der anderen Hand durch das Leben gehen! Warum?

Die Bibel befreit den Menschen von der Angst vor dem Tod. “Tod wo ist dein Stachel?“ kommentiert Paulus triumphierend die Erkenntnis, dass Jesus uns durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg ins ewige Leben aufgestoßen hat.

Das ist sicher tröstlich, ignoriert aber ein weiteres großes Problem. Gerade in einem Genre, wie dem Metal, das auf der endlosen Fortsetzung der Pubertät besteht, ist die Angst vor dem Altern mindestens ebenso bedrohlich, wie der Tod. Und da kommt nun Lemmy tröstlich zu seinem 60.(!) Geburtstag mit dieser Hammerscheibe. (Es ist bestimmt kein Zufall, dass er seinen Geburtstag genau wie Jesus am 24. 12. feiert.) Das sollte jedem Headbanger die unnötige Angst nehmen, dass man jenseits der 45 zum Phil Collins-Fan verkommen muss.

Inferno hat Biss, Spielfreude und Power ohne Ende. Es gibt wohl mehr aggressive Gitarrensoli (“In the Name of Tragedy“, „Terminal Show“) als je zuvor auf einer Scheibe von Lemmys Truppe. Vollgaskracher wie ”Smiling like a Killer”, “Terminal Show”, “Killer” oder ”Life is a Bitch” dürften in Zukunft Highlights des Lifeprogramms sein. Aber auch bei den (wenigen) typischen Motörhead-Midtempo-Nummern gibt es nicht einen Ausfall zu verzeichnen. Zum Abschluss gibt es dann noch eine völlig aus dem Rahmen fallende Blues-Nummer.

Ich werde das Wort von der besten Motörhead-Scheibe ever ehrlicherweise nicht in den Mund nehmen, da ich nicht den gesamten Backkatalog kenne. Aber ich kenne definitiv keine Scheibe der Band, die über die gesamte Distanz einen derartigen Arschtritt liefert wie Inferno.

Das Highlight des Monats.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Terminal Show3:46
2Killers4:14
3In the Name of Tragedy3:03
4Suicide5:08
5Life is a Bitch4:14
6Down on me4:12
7In the Black4:32
8Fight3:43
9In the Year of the Wolf4:18
10Keys to the Kingdom4:46
11Smiling like a Killer2:45
12Whorehouse Blues3:53

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger