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Reviews

Cryptex

Good Morning, how did you live?


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 25.03.2011

(SAOL / H’Art)

Gesamtspielzeit: 56:43

Internet:

http://www.cryptexmusic.com

Mit Good Morning, how did you live? liefern Cryptex ein Album, das genauso bunt und vielfältig ist, wie es sich mit dem Cover ankündigt.

Im Wesentlichen ein Trio, in dessen Zentrum Simon Moskon, als Sänger, Bassist und Tastenmann steht, ergänzen sich Cryptex in einigen Stücken mit Streichern, Bläsern oder Chören. Das muss nicht immer nützen. Die Pianoballade „Mom“ und das leicht dramatisch angesetzte „Alois“, die beiden Stücken, die von Streichern begleitet werden, gehören zu dem schwächsten Material des Albums.
Ganz anders, wenn das Brass Quintett Hannover bei „The big Easy“ die Ventile öffnet. Zusammen mit den fantastischen Chören und einem sehr lebendigen Percussion-Spiel wird hier eines der Highlights des Albums geschmiedet.
Ähnlich gelungen ist das abschließende „A Color called gently“ / „Outro“, bei dem gleich zwei Chöre an den Start gehen und dem Album ein überraschendes Gospel-Ende verpassen.

Bis dahin haben wir ein Album gehört, das zu kräftig für das AOR-Etikett und zu wenig Härte für den Hard Rock hat - und so mit einem einfachen „Rock“ auskommen muss. Wenn man dann doch mal an der einen oder anderen Seite kratzt, erinnern Cryptex im ersten Fall an die Styx; im anderen an die ganz frühen Queen. Den härtesten Akzent setzt dabei das raue „Leviathan“ mit kurzen angerissenen Riffs und einem groovenden Bass.

Nach dem frischen Einstieg „Hicksville, Habitus and itchy Feet“ gelingt es dem sehr sparsam instrumentiert einen ersten Höhepunkt zu setzen. „Dance of the strange Folk” inszeniert zum Teil nur mit Gesang und rhythmischen Klatschen einen genialen Power Rocker. Ähnlich später die Ballade „It’s mine“.

Lohnend!!



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Hicksville, Habitus and itchy Feet 3:22
2 Dance of the strange Folk 2:50
3 Freeride 2:10
4 Bagheera 2:50
5 It's mine 5:01
6 Gypsy's Lullaby 3:30
7 Camden Town 2:24
8 Leviathan 2:49
9 The big Easy 3:23
10 Mom 3:41
11 Alois 3:14
12 Most loveable Monster 3:47
13 Grief and Despair 4:01
14 A Colour called gently11:06
15 Outro 1:47

Besetzung

Simon Moskon (Voc, B, Piano, Keys, Mundharmonika <5>, Didgeridoo<6>)
Ramón Fleig (Dr, Perc, Cajón <5,6>, Back Voc)
Martin Linke (Git, Sansula <5>, Back Voc)

Gäste:
Holger Philippsen (Cello <10,11)
Klaus Heuermann (Violine, Viola <10,11>)

Brass Quintett Hannover <9>:
Thomas Lück
Martin Meyer
Reiner Grams
Petra Röpenack
Rolf Gaedeke

House of Youth Hannover (Kinderchor <14,15>)

X Jones and Devotion (Gospelchor <14,15>)
X Jones (Voc Solo <14,15>)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger