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Das Frühwerk von Nina Hagen erscheint als geballte Ladung

Was denn…?, was Neues von der schrillen deutschen Rock Ikone Nina Hagen? Ganz im Gegenteil! Dass die Künstlerin aus dem familiären Umfeld von Wolf Biermann in der DDR bereits eine musikalische Vergangenheit vor dem (west)deutschen Debüt-Album Nina Hagen Band hatte, ist auch in der BRD nicht ganz unbemerkt geblieben. Zumindest „der Farbfilm“, der es in dem kürzlich erschienen Rückblick auf die Musikszene im Osten Deutschlands, Die 100 besten Ost Songs, auf Platz 2 gebracht hat, war auch westlich der Elbe bekannt.

Wie umfangreich ihr Werk allerdings war, blieb auch manchem „Ossi“ verborgen. Die politischen Probleme um Biermann und Ninas rebellische Grundeinstellung sorgten dafür, dass es die damaligen Aufnahmen bestenfalls als Single-Veröffentlichungen gab. Eine komplette LP hat das Staatslabel Amiga damals weder gewollt noch unterstützt. Das ist heute anders. Amiga ist unter dem Dach von Sony Music längst von staatlichen Zwängen befreit und zum Jubiläum erscheinen nun erstmals alle Amiga-Aufnahmen auf einem Album. Darunter natürlich der bekannte „Farbfilm“, aber auch 13 weitere Lieder, von denen einige zurecht als Sensation angepriesen werden können.

„Zieh die Schuhe“ aus, zum Beispiel, ein nur unter Kundigen bekannter Song aus dem 1976er DEFA Film Hostess. Der ungewöhnlich betitelte Song hatte bereits alles, was Nina Hagen später ausmachen würde. Eingespielt mit der Art-Rock Band Stern-Combo-Meißen ist ein beeindruckendes Prog-Rock Opus entstanden, das hier erstmals richtig gewürdigt wird. Als Vorabbote des Albums ab sofort bei allen Streaming-Diensten anzuhören und für Vorbesteller des digitalen Albums als Sofortdownload verfügbar.

Weitere Highlights sind sicherlich das im Dialekt vorgetragene Lied „Ich bin so alt“. Seinerzeit eine Parodie, heute keinesfalls als Anspielung, sondern als Ehrung zu sehen – und zudem bisher fast gänzlich unmöglich zu finden. Überraschen wird die meisten auch der Titel „Rangehn“. Ein Song den wohl jeder im Ohr haben dürfte. Die hier vorliegende Version allerdings bietet die grandiose Chance, die Entstehung eines Superhits nachzuvollziehen.

Die DDR Aufnahmen, die bislang ein relativ unbeachtetes Schattendasein führten, wenn auch Freunde und Fans die alten Aufnahmen durchaus zu schätzen wussten, erscheinen nun am 28. Februar 2020 in verschiedenen Formaten als CD im Digipack, als limitierte orangene Vinyl-Version und über alle digitalen Dienstleister.



Nina Hagen
Was denn ...?
Amiga / Sony
28. Februar 2020


[Promoteam Schmitt und Rauch]

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