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Musikdrama bindet Schulen in die antifaschistische Erinnerungsarbeit ein

Nach der sehr erfolgreichen Uraufführung im April 2019 am Papageno Musiktheater Frankfurt hält das neue Jahr mehrere Regie-Arbeiten für dieses Stück bereit Es erzählt eine Geschichte, die 1944 im Ghetto Theresienstadt spielt. Es beruht auf realen Erlebnissen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Das Theaterstück ist somit historisch, hat aber einen zeitlosen und somit präventiven Charakter. Das Projekt entstand am Deutschen Institut für Erinnerungskultur, Paderborn. Dr. Sarah Kass, die Leiterin des Instituts, initiierte die Idee, ein Stück zu publizieren, das sich zur Aufgabe macht, "Erinnerungskultur" in den Köpfen der heutigen Generation von Schülerinnen und Schülern präsent zu halten. Buch und Liedtexte schrieb der Theaterautor Thomas Auerswald; die Musik der Film- und Theaterkomponist Lars Hesse. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Iris Berben. Die Kinder der toten Stadt bleibt 2020 zunächst weiterhin im Spielplan des uraufführenden Papageno-Musiktheaters und wird anlässlich des Holocaust-Gedenktags mehrmals im Januar aufgeführt. Hans-Dieter Maienschein war es wichtig, diesen besonderen Termin für seine Inszenierung in seinem Theater möglich zu machen.

Zusätzlich laufen die Proben an zwei Gesamtschulen auf Hochtouren und vollenden damit die Intention der Initiatorin, ein Theaterstück mit Kindern und Jugendlichen in den Hauptrollen speziell auch für Schultheaterbühnen zu schaffen. Im Februar wird Die Kinder der toten Stadt im Kongresszentrum der Stadt Bad Sassendorf bei Soest zu sehen sein – als schulübergreifendes Projekt in Kooperation mit der INI-Gesamtschule, dem Archi-Gymnasium, dem Aldegrever-Gymnasium, dem Convos-Gymnasium, der Hannah-Arendt-Gesamtschule und der Musikschule Soest.
Regie führt Henner Kallmeyer, seit 2002 freischaffender Theaterregisseur unter anderem am Staatstheater Hannover, Schauspielhaus Salzburg, Schauspielhaus Bochum und am Staatstheater Oldenburg. Er unterrichtet derzeit an der Folkwang Universität der Künste in Essen im Fach Musical. Premiere wird am 21. Februar sein, danach folgen zunächst drei weitere Spieltermine.

Ulrich Rikus, Projektleiter der Musikschule Soest, betont, mit diesem Projekt „einen anderen Weg in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust aufzuzeigen. Das Stilmittel der Musik eröffnet eine emotionale Betroffenheit mit dem Einzelschicksal, das stärker ist, als es vielleicht ein faktenbasierter Geschichtsunterricht vermag“. Alle Schulen bereiten diesen Stoff deshalb zusätzlich in themenbegleitenden Fächern wie Politik, Wissenschaft oder Soziologie auf und vertiefen ihn mit historischen Fakten aus der Lebenswirklichkeit des näheren Umfeldes von Soest und Umgebung.

Im Juni folgt eine weitere Neuinszenierung von Die Kinder der toten Stadt im friesischen Krummhörn. Spielort wird der Kultur-Gulfhof-Freepsum sein. Hier treten Schülerinnen und Schüler der integrierten Gesamtschule IGS Krummhörn / Hinte zusammen mit erwachsenen Schauspielern der Region unter der Anleitung von Christine Schmidt und Tillmann Kleemann-Anders auf. „Entscheidend ist,“ so Kleemann-Anders, „die alters- und genrationsübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten“. Premiere ist am 9. Juli, auch hier folgen drei weitere Termine.

Das Ensemble war bereits im Oktober 2019 für drei Tage in der Gedenkstätte Wewelsburg nahe Paderborn zu Gast, wo sie von der Projektinitiatorin Dr. Sarah Kass für die Thematik sensibilisiert und noch intensiver auf die Auseinandersetzung mit Die Kinder der toten Stadt vorbereitet wurden. Auch ein Besuch der Lava-Studios, wo die Aufnahmen für das Original Cast Recording sowie die Hörspielversion mit Jade Schulz, Michael Schulte und Peter Heppner entstanden sind, war Bestandteil des Schulausflugs. Unter der Regie des Komponisten Lars Hesse ist dort auch eine professionelle Aufzeichnung des Songs „Nur ein Traum“ entstanden.


[Gordeon]


Internet:
http://www.diekinderdertotenstadt.de
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