Edda Müvek

Elveszett Illúziók


Info
Musikrichtung: Progressiver Hard Rock

VÖ: 1993

(Magneoton / Warner)

Gesamtspielzeit: 40:14

Internet:

http://www.edda.hu


In Deutschland ist diese ungarische Band, die seit 1980 über 30 Alben veröffentlicht und in Europa mehr als 5 Millionen verkauft hat, kaum bekannt. Schade eigentlich, denn die progressiven Hard Rocker haben deutlich mehr zu bieten als den Exoten Bonus, der durch den durchgehenden Gebrauch der ungarischen Sprache noch betont wird.

Sinnvoller Weise steht eines der Highlights am Anfang. Bei dem scharf angespielten Hard Rocker sind die Keyboards gut integriert, haben fast dieselbe Bedeutung wie die Gitarren. Die Produktion könnte etwas fetter sein, aber daran gewöhnt man sich schnell.

„A Sátán asztalánál“ kommt nicht nur mit fetten Gitarrenriffs, sondern auch mit hymnischen weiblichen Backing Chören, von denen in der Besetzungsliste nichts zu lesen ist. Der Titelsong baut dann die progressiven Anteile mit immer neuen Aufbrüchen aus, bevor mit „Utolsó érintés“ die obligatorische Ballade an den Start geht.

Danach wir es wieder lebendig. Keine Ahnung, ob Edda Müvek auch Singles ausgekoppelt haben. Aber der leicht poppig angesetzte treibende melodische Hard Rock „Megint egy balhé“ wäre eine gute Wahl dafür.

Nach dem schwächsten Song des Albums, der als Filler aber okay geht, groovt „Férfivágy“ besonders fett. Am Ende steht dann – Nomen est Omen. – ein klassischer Blues, der trotz des Namens ebenfalls in Ungarisch ist.

Das Plus oben drauf: Es gelingt dem osteuropäischen Quintett fast durchgehend auf hohem Niveau zu agieren, ohne jemals als Abklatsch irgendeiner Prog-Rock-Legende zu wirken.



Norbert von Fransecky



Trackliste
1Elérlek egyszer 5:10
2 A Sátán asztalánál 4:04
3 Elveszett Illúziók 6:52
4 Utolsó érintés 5:00
5 Megint egy balhé 4:20
6 Bátran megtenni 4:40
7 Férfivágy 4:12
8 New York Blues 5:40
Besetzung

Attila Pataky (Voc)
Zsolt Gömöry (Keys)
Tibor Donászi (Dr)
Péter Kun (Git)
László Kicska (B)



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