Omega

200 Years after the last War (Review-Serie, Folge 2)


Info
Musikrichtung: Hard Rock / Prog Rock

VÖ: 25.03.2022 (1974)

(MiG)

Gesamtspielzeit: 35:39



Omega-CD-Re-Releases 2022, Folge 2: 200 Years after the last War (1974)


Wie bereits in der Review zum Debüt erwähnt, haben wir uns entschieden, die Omega-Re-Releases Album für Album zu besprechen, obwohl sie in der Form von Doppelpacks veröffentlicht wurden. So können wir die historische Reihenfolge einhalten. In der zweiten Folge wird daher das zweite (englischsprachige) Album der Ungarn 200 Years after the last War besprochen, das gemeinsam mit dem vierten Album The Hall of Floaters in the Sky wiederveröffentlicht wurde.

Dass eine komplette LP-Seite mit einem Long-Track gefüllt wurde, war in den 70er Jahren so selten nicht. Meistens folgt der dann aber auf der zweiten Seite, nachdem die Hörer auf der ersten Seite mit vier etwas übersichtlicheren kürzeren Stücken angewärmt wurden.

Omega dreht das um – und fordert gleich einmal mit der fast zwanzigminütigen „Suite“, die ihren Namen zu Recht trägt, denn das Ganze ist eine Folge recht unterschiedlicher Parts. Die leicht sphärische Eingangsphase (mit Gesang) könnte von den frühen Barclay James Harvest stammen. Dann wird es deutlich heftiger. Die Orgel wummert auf einer kraftvollen Bass-Basis. Beides hätte auch auf den ersten beiden Uriah Heep Alben bestehen können. Nachdem sich die Gitarre für einige Zeit groovend in den Vordergrund gespielt hat, übernimmt dann der Rock’n’Roll die Regierung, um im Ausklang in die Beat-Ära zu entschwinden.

Die zweite Hälfte nimmt sich einzelne Einflüsse der „Suite“ sozusagen wie mit der Lupe noch einmal vor. „Help to find me“ ist ein starkes Krautrock-Statement mit entsprechend ausufernden Instrumental-Parts, die zum Teil sehr repetitiv sein können, bleibt dabei aber nicht stehen, sondern mischt reichlich Rock’n’Roll in den Mix.

Der sehr ruhige Titelsong greift dann die Anfangsatmosphäre des Albums zum Teil wieder auf. Dann schließt das Album grandios mit seinem kürzesten Stück, dass die Heep-Orgel wieder mächtig brennen lässt.



Norbert von Fransecky



Trackliste
1Suite19:24
2Help to find me 7:45
3200 Years after the last War 4:58
4You don't know 3:30
Besetzung

Janos Kobor (Lead Voc, Perc)
László Benkö (Keys, Voc)
Tamás Mihály (B, Mellotron, Voc)
György Molnár (Git)
Ferenc Debreceni (Dr, Perc)

Gast:
Mihály Simon (Voc <3>)



 << 
Zurück zur Review-Übersicht
 >>