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Passarounders

Audition at the whorehouse


Info
Musikrichtung: Punk/Rotzrock

VÖ: 15.12.2006

(Dambuster Records/Cargo)

Gesamtspielzeit: 41:38

Internet:

http://www.passarounders.com


Skandinavien und speziell Schweden entwickelte sich bekanntlich Ende der 1990er Jahre mit Bands wie den Hellacopter, Gluecifer oder Turbonegro zu einer Art punkigem Rock ´n Roll-Mekka. Aus dieser Ursuppe sind 2002 wohl auch die Passarounders entstanden. Mit bester Punkattitüde rotzt der Fünfer die 13 Rocksongs seines Debüts durch die Anlage. Dabei wildert man grob in der Schnittmenge aus Turbonegro, den Ramones und Motörhead.

Frontgröhler La Dolce Duke klingt mit seinem röcheligem Organ auch schon fast wie ein wütender Zögling von Lemmy. Er schreit ebenso sein lyrischen Ergüsse, welche sich eigentlich ständig um den Austausch von Körperflüssigkeiten drehen („Ulfer 8255-3“ klingt fast wie ein vertontes Liebesspiel), voller Inbrunst in die Welt hinaus. Dazu schrammelt der Rest der Band mit Vollgas und ohne Rücksicht auf Verluste seine Songs herunter. Das macht Spaß und bringt das Blut in Wallung. Es ist aber auch Plus- wie Minuspunkt der Band in Einem. Denn alle Songs bewegen sich im gleichen Tempo und klingen dadurch ziemlich ähnlich. Dazu trägt auch insbesondere der oben erwähnte etwas eintönige Gesang bei. Aber egal, Laune macht die CD schon, auch wenn sie keinem 41-minütigen durchgehenden O(h)rgasmus gleichkommt.

Die Band liefert zu ihrer Mucke und dem anrüchigen Image gleich eine passende Schublade namens „Ero Punk“ mit. Denn wenn eine gewisse Osloer Band schon „Death Punk“ ist braucht man als Epigone natürlich was Vergleichbares. Die Passrounders erfinden in dem Genre weder etwas neu, noch sind sie eine Band auf welche die Welt schon lange gewartet hätte, doch für einen schnellen und heftigen Quickie zwischendurch ist Audition at the whorehouse durchaus stimulierend.

Anspieltips: „Dancing queen“, „House of burlesque“, „Revenge of the Zulus“

(Kleine persönliche Anmerkung: auch hier wieder nach dem letzten Song Hidden Track-Pause. Ist denn noch keine dieser ganzen Newcomerbands auf diesen langen Bart getreten?)



Mario Karl



Trackliste
1Texas scumfiest massacre2:26
2Duck reality3:00
3Dancing queen2:40
4The butt of Bremen2:27
5Cannonball C.O.C.K.2:47
6Revengo of the Zulus2:57
7The house of burlesque4:01
8I did it with the devil2:18
9Ulfer 8255-33:18
10Don Don Bodega1:52
11Batman2:33
12Revolution3:43
13Chibba chibba 4/20 (incl. Hidden Track)7:36
Besetzung

La Dolce Duke (v)
Don Don Babu (g)
Cüzzmoses (g)
Sean Tobago (b)
Kickster (dr)


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