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Short Cuts zu den Themen Reinhard Meys - Michael Schneider wertet 363 Lieder des Liedermachers aus

Info

Autor: Michael Schneider

Titel: Meylen Steine

Verlag: Rüffer & Rub

ISBN: 978-3-9906304-93-9

Preis: € 20

182 Seiten

Meylen Steine ist keine Biographie. Michael Schneider präsentiert weder den Musiker und noch viel weniger den Menschen Reinhard Mey. Schneider stellt das Werk des Berliner Liedermachers ins Zentrum, der selbst nur dann in Erscheinung tritt, wenn er und sein Leben sich in den Texten spiegeln.

Im Zentrum stehen vier- bis sechsseitige Kapitel, in denen Schneider Meys Umgang mit Themen wie „Liebe“, „Familie“, „Theater“, „Maikäfer“, „Trinken“, „Bühne“ und anderem anhand von Texten aus allen Schaffensphasen des Liedermachers darstellt.

Angesichts des so völlig fehlenden chronologischen Elements würde ich Lesern, die mit der (musikalischen) Biographie Meys nicht sehr vertraut sind, empfehlen, zuerst das im Anhang befindliche Kapitel zu lesen, in dem jedes der 28 deutschsprachigen Alben Meys auf anderthalb bis zwei Seiten vorgestellt wird. Schön wäre es gewesen, hätte man hier die Titellisten der Alben abgedruckt. Der Platz wäre bei fast allen Alben im Rahmen der zwei Seiten gegeben gewesen.

Für mich hat die Lektüre dieses Kapitels für ein Aha-Erlebnis gesorgt. Bis Ende der 70er Jahre habe ich bei der Beschreibung der Alben und Titel immer wieder (an)erkennend mit dem Kopf genickt. Danach herrscht Leere. Ich kannte die Stücke, die erwähnt wurden, schlicht nicht. Die Ausnahme war das bislang letzte Album von Reinhard Mey. Ich hatte Das Haus an der Ampel 2020 als Rezensionsexemplar bekommen.

So richtig überzeugt mich Schneider mit seinem Konzept nicht. Auf vier (gelegentlich sechs, einmal acht) Seiten werden die Themen auf der Basis von in der Regel drei Stücken aus einem Backkatalog von 28 LPs mit 363 Titeln, die im Laufe von über 50 Jahre entstanden sind, abgehandelt. Das ist dann doch sehr knapper Raum, zumal der studierte Musikwissenschaftler und Komponist, sehr ausführlich auf den kompositorischen Aufbau der Stücke eingeht. Das nimmt oft gut(!) 50 Prozent des zur Verfügung stehenden Platzes ein.

Norbert von Fransecky


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