····· Altes Neues von Falco am 4.Februar 2022 ····· Rock-Klassiker von Camphausen (Cello) und Falke (Kontrabass) auf’s Wesentliche reduziert ····· Die Komische Oper hat das neue Jahr mit zwei Personalnachrichten eingeläutet. ····· Die französischen Thrasher Dead Tree Seeds veröffentlichen EP icl. neuer Single ····· Die Kriegsberichter Sabaton beleuchten einen ganz speziellen Aspekt des ersten Weltkriegs ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

Lieblingslieder 14: Klaus Hoffmann - “Jedes Kind braucht einen Engel“

Das neue Jahr begrüßt Ingo mit Klaus Hoffmann, einen Songwriter, den auch ich lange Jahre sehr gern gehört habe. Aber manchmal sind die Zugänge eben anders. Wenn Ingo sagt, er habe ihn 1984 kennenglernt und mit dem 1990er Live-Album den Höhepunkt erlebt, ist es bei mir fast umgekehrt. Der Höhepunkt ist für mich ein unveröffentlichtes, vom Radio mitgeschnittenes Konzert in der Berliner HdK von 1984, wo auch das von Ingo genannte (von mir als „Bella Ciao“ notierte) „Ciao Bella“ gespielt wurde. Danach verlor ich sukzessive immer mehr das Interesse an dem in meinen Ohren austauschbarer werdenden Songwriter. Mein Interesse wurde erstmals geweckt durch das 78er Live-Album Ich will Gesang, will Spiel und Tanz, das ich seinerzeit, um teure Cassettenzeit zu sparen, nur in Auszügen aufgenommen habe.
Jetzt freue ich mich – mit Ingos Hilfe - auf eine Neubegegnung mit einer alten Liebe. NvF



Mein erster Berührungspunkt mit Klaus Hoffmann war die Single “Ciao Bella“ aus dem Jahr 1984 vom gleichnamigen Album. Die sogenannte Neue Deutsche Welle war auf dem Höhepunkt ihrer Kommerzialisierung angelangt was dazu führte, dass Künstler, die eigentlich so gar nichts damit zu tun hatten, in diesen Kontext gestellt wurden. Das lag sicherlich auch daran, dass Klaus Hoffmann gerade dabei war, sich stilistisch in Richtung Pop zu öffnen, was auf dem Vorgängeralbum Veränderungen noch nicht so richtig gelungen war. Doch mit Ciao Bella war er wieder auf dem richtigen Weg.

So richtig Fan wurde ich allerdings erst mit dem 1990-er Livealbum Live ‘90. Meines Erachtens eines der besten Livealben überhaupt. Bis heute hat es seine Faszination aus Musik und Text nicht verloren (und war für mich Grund genug, mich später immer wieder vor Ort von seinen herausragenden Entertainerqualitäten zu überzeugen). Speziell das Lied “Jedes Kind braucht einen Engel“ war und ist für mich ein ganz großer Wurf und ist gerade in dieser Live-Version noch eindringlicher, als die Studioaufnahme vom Album Es muss aus Liebe sein. Thematisch verwandt mit Bettina Wegners “Kinder (Sind so kleine Hände)“ aber in meinen Augen poetischer ausgedrückt und musikalisch eingängiger gestaltet. Gerade der Refrain ist universell und eigentlich immer aktuell, nicht kompliziert und gerade dadurch von enormer Aussagekraft:

Jedes Kind braucht einen Engel
der es schützt und der es hält,
der es schützt und der es hält.
Jedes Kind braucht einen Engel
der es auffängt, wenn es fällt.


Ich spiele und singe das Lied mit der Konzertgitarre in einer schlichten Begleitung. Die Tonart ist auf meine Gesangsstimme angepasst.



Das Lied funktioniert in verschiedensten Varianten, wie man auch auf YouTube nachhören kann. Das macht einen echten Klassiker aus, der auch weiterhin Bestand haben wird und damit eines meiner Lieblingslieder ist und bleiben wird!

Ingo Andruschkewitsch


Zurück zur Artikelübersicht