····· Andy Scott wärmt mit der aktuellen Sweet-Besetzung einen alten Song auf ····· Konstantin Wecker bleibt auch 2021 Utopist auf deutschen Bühnen ····· Das neue Yes-Album The Quest chartet weltweit ····· Cat Stevens' Platinalbum Teaser and the Firecat in Jubiläums-Edition ····· Asia: The Official Live Bootlegs, Volume 1 erscheint im November ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

Susan Compo schaut hinter die Kulissen des S.F.-Klassikers The Man who fell to Earth mit David Bowie

Info

Autor: Susan Compo

Titel: Earth bound. David Bowie and “The Man who fell to Earth”

Verlag: Jawbone / Edition Olms

ISBN: 978-3-283-01269-4

Preis: € 19,99

272 Seiten

1976 erschien die Verfilmung des 1963 erschienenen Romans The Man who fell to Earth von Walter Trevis mit David Bowie in der Hauptrolle als humanoider Alien, der auf die Erde gekommen ist, um Wasser für seinen vertrocknenden Planeten zu holen.

Susan Compo beschäftigt sich weniger mit der Filmhandlung, als mit der Planung und Entstehung des Filmes, seiner Rezeption und seiner Wirkungsgeschichte bis zu dem von Bowie geschriebenen Musical Lazarus, das auf denselben Grundideen basiert wie The Man who fell to Earth und 2015 kurz vor seinem Tod Premiere hatte.

Bei ihrer Darstellung geht Compo extrem ins Detail. Es gibt Kapitel, die sich ausschließlich mit der im Film verwendeten Kleidung beschäftigen, oder mit den Orten, in denen gedreht wurde. Dabei wird jeder Beteiligte, nicht nur Darsteller, Produzenten, Regisseure und ähnliche Zentralpersonen mit oft sehr ausführlichen biographischen Abrissen dargestellt.
In einem Appendix wird detailliert aufgeschlüsselt an welchem Ort, welche Filmszene gedreht wurde.

Mehr Informationen zu diesem Film, der heute als Kultfilm gilt, sind kaum möglich. Dabei macht Compo kein Geheimnis daraus, dass der Film bei seinem Erscheinen – um es vorsichtig zu sagen – auf sehr gemischte Reaktionen gestoßen ist. Man kann sogar so weit gehen zu sagen, dass das Buch von Compo erheblich interessanter ist als der von Nicolas Roeg inszenierte Film.

Man sollte über recht solide Englisch-Kenntnisse verfügen, wenn man sich an das Buch heranwagen will. Nicht zuletzt, wenn es in technische Details geht, benutzt Compo ein Vokabular, über das der „Gelegenheitsengländer“ in der Regel nicht verfügt. Dass sie sehr viel zitiert, sowohl in direkter, wie indirekter Rede, macht die Verständlichkeit nicht leichter.


Norbert von Fransecky


Zurück zur Artikelübersicht