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Reviews

Cyril Achard

Confusion


Info

Musikrichtung: Progressive

VÖ: 17.02.2003

(Lion / Generation / Alive)

Gesamtspielzeit: 54:23

Internet:

www.cyrilachard.com

Als ich dem Namen Cyril Achard durch sein zweites Solo-Album ...in Inctonstancia constans Anfang 2002 erstmals begegnete, überschlug ich mich nicht nur vor Begeisterung mit einer 19-Punkte-Review, sondern platzierte die (zu diesem Zeitpunkt) bessere Version von Dream Theater am Ende des Jahres gar in meiner persönlichen Top-5.

Als ich im vergangenen Jahr vom Re-Release des Vorgängers hörte, lies ich mich nicht lange bitten, um zu schauen, oder besser zu hören, was der in Frankreich wohl sehr bekannte Musiker auf seinem Solo-Debut vorgelegt hat.

Die Dream Theater-Anleihen sind hier noch wesentlich seltener. Ein Beispiel dafür ist der Opener, der stellenweise wie eine Mischung der New Yorker mit relativ keyboardfreien Saga klingt. Leider wirkt das Stück etwas wirr, weil es von zu vielen unmotivierten Breaks zerrissen wird. Ein Eindruck, den man auf Confusion noch öfters bekommt. Nomen est omen, könnte man böse spotten.

Aber es gibt auch andere Momente - vor allem bei ruhigeren Stücken wie “Des Illusions“. Sehr schön sind die von Akustik-Gitarren getragen Parts von “Barock“ und Naufrage. Letzteres, das Finale des ursprünglichen Albums, setzt mit klaren aber zurückhaltenden Streicherarrangements einen Höhepunkt.

Ein weiterer Höhepunkt ist “Pharaons“, das mit seinen feinen Gitarren- und Keyboard-Parts streckenweise sehr melodisch und harmonisch daher kommt, aber auch über solistische Frickelparts verfügt, die sich im Gegensatz zum Opener aber schlüssig ablösen.

Achard hat mit seinem zweiten Album zwar noch einmal einen monumentalen Quantensprung gemacht, was die Qualität von Confusion aber nicht schmälert. Das Album gehört zu der recht kleinen Anzahl von Instrumentalscheiben, die ich mir gerne öfter anhöre.

Die drei Bonustracks des Re-Releases, das rockende “Suspicious Mind“, das sehr ruhige, fast akustische “Celebration“ und der progressiv-melodische Rock’n’Roller “Big Deal“, gehören zum oberen Durchschnitt des Albums und werten es noch einmal deutlich auf. Spätestens nach diesen Tracks weiß man, warum Achard in La France zu den ganz Großen gehört. Ein Gitarrist mit Persönlichkeit, dessen Namen man sich merken sollte.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Hiros5:02
2Des Illusions4:53
3Barock5:09
4Impermanence4:53
5Pharaons5:51
6Correspondance5:34
7Teumi4:39
8Naufrage5:49
9Suspicious Mind5:28
10Celebration2:05
11Big Deal4:59

Besetzung

Cyril Achard
Laurent Piacentino
Fred Schneider

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger