····· The Selecter und The Beat (feat. Ranking Roger) gehen 2018 gemeinsam auf Co-Headliner-Tour! ····· Beth Hart & Joe Bonamassa veröffentlichen ihr neues Album Black Coffee am 26. Januar! ····· Lokomotor – neue Single/ Video „Wir sind jetzt“ und Album Wir sind am 26.01.2018 ····· Auf Album Nummer 10 covern Mystic Prophecy sich durch die Popgeschichte ····· Mit der Pest bewerben Nero Doctrine ihr neues Album ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Celeste

Morte(s) Nee(s)


Info

Musikrichtung: Noise-/Postcore, Black Metal

VÖ: 21.05.2010

(Denovali Records/Cargo)

Gesamtspielzeit: 41:53

Internet:

http://www.weareceleste.com
http://www.myspace.com/unhiverdeplus
http://www.denovali.com/celeste

Jetzt ist gerade mal ein Jahr vorbei und schon wieder stehen die Franzosen Celeste mit einem neuen Album auf der Matte. Aber bevor wir zur Musik kommen, erst einmal ein paar Worte zum Vertriebskonzept der Band. Denn Celeste stellen das komplette Werk (wie auch dessen beide Vorgänger) auf der Homepage ihres Labels Denovali Records zum kostenlosen Download bereit und lassen den Hörer entscheiden, ob ihm die Sache einen Kauf wert ist. Das Ganze gibt es dann in verschiedenen, schön gestalteten Vinyl- und CD-Editionen gegen Bares zu erwerben. Vorbildlich!

Nun zum Inhalt von Morte(s) Nee(s). Das Album ist alles andere als eine Totgeburt (was der Titel bedeutet), sondern abermals ein lebendiger, fieser und pechschwarzer Brocken. Fordernd und ziemlich schwer verdaulich. Hier wird jeder Lichtstrahl wie von einem schwarzen Loch verschlungen. Easy Listening ist definitiv etwas anderes. Obwohl nur ein ganzes Jahr zwischen dieser und der letzten Platte liegt, haben sich Celeste ein Stück weiter entwickelt. Vom krachigen Post- und Doomcore hat sich der Sound noch ein Stückchen mehr Richtung Black Metal verschoben. Vor allem der klirrende Gitarrensound weist stark Richtung Norwegen. Blastbeats bekommt man aber, mit Ausnahme von kurzen Parts in „Un Miroir pur qui te Rend Misérable”, nicht zu hören.

Viel mehr treibt dieses schroffe Klanginferno im gemäßigten Midtempo dahin und verbreitet stets ein unbehagliches Gefühl im Bauch. Dazu trägt auch bei, dass alle Titel ohne Übergänge ineinander fließen, wobei man manchmal gar nicht weiß, wo ein Titel anfängt und der andere aufhört („Ces Belles de Rêve aux Verres Embués” + „Les Mains Brisées comme Leurs Souvenirs“). Celeste werden immer dann am intensivsten, wenn sie das Tempo auch mal ein wenig drosseln und für Kontraste sorgen, wie beim unglaublich düsteren Instrumental „(S)“ oder dem abwechslungsreichen Abschluss „De Sorte que Plus Jamais un Instant ne Soit Magique” (inklusive Geige). Was dagegen ein wenig eintönig ist, ist der ständige Schreigesang.

Mit Morte(s) Nee(s) haben Celeste abermals eine beeindruckende Lärmsymphonie geschaffen. Wer die optimale Kombination aus Times of grace (Neurosis) und Black cascade (Wolves in the Throne Room) sucht, wird hier fündig. Damit lehrt man selbst dem bösesten nordischen Pandabär das Fürchten!



Mario Karl

Trackliste

1Ces Belles de Rêve aux Verres Embués3:55
2 Les Mains Brisées comme Leurs Souvenirs4:20
3 Il y a Biens des Porcs que ça Ferait Bander de T'étouffer2:02
4 En Troupeau des Louves en Trompe l'Oeil des Agneaux6:18
5 (S)5:43
6 Un Miroir pur qui te Rend Misérable6:09
7 De Sorte que Plus Jamais un Instant ne Soit Magique13:00

Besetzung

Johan (Vocals)
Guillaume (Guitars)
Antoine (Bass)
Royer (Drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger