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Reviews

Wive

PVLL


Info

Musikrichtung: Postrock, Alternative

VÖ: 05.02.2010

(Exile on Mainstream Records)

Gesamtspielzeit: 39:38

Internet:

http://www.wivecult.com
http://www.myspace.com/wivespace

Erinnert sich noch jemand an Whisper In The Noise? Diese veröffentlichten im Oktober 2007 das wunderbare Album Dry land, welches zu Recht durchgehend sehr gut bewertet wurde. Die Bandgründer von Wive, Schlagzeuger/Programmierer Matt Irwin und Violinistin Hannah Murray, gehen genau aus dieser Band hervor und veröffentlichen mit ihrem Debüt PVLL ein Album, das eine nicht gerade unähnliche Stimmung wie Dry land verbreitet.

Ihr Album wirkt irgendwie abstrakt, aber doch wieder sehr intim. Ein Tongemälde in Moll und eine wahre melancholische Schönheit. Dabei klingt der Sound der Band anfangs recht sperrig und die Songs geben erst nach und nach ihren wahren Kern preis, der musikalisch eine recht organische Verschmelzung aus den Elementen Electronica, düster-melodischem Pop, sensibler Americana, Shoegazing-Charme und auch einem Hauch Klassik ist. Stets ruhig und unaufgeregt vorgetragen und warm im Abgang. Der Gesang wirkt nicht selten sogar verhältnismäßig entrückt und introvertiert, ganz so, als würde die männliche Stimme in einem dunklen Raum für sich alleine singen, was die Musik sehr prägt.

Bereits Lied Nr. 1, „Toast to famines“ gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was den Hörer im Lauf der nächsten knapp 40 Minuten erwartet: Zur ruhigen Stimme gesellen sich leichte Klaviertupfer, ein verschleppter, beruhigender Elektrorhythmus und eine zaghafte Akustikgitarre. Getragen wird das Lied allerdings von den melodischen Geigentönen. Diese musikalische Formel findet sich auf PVLL noch öfter. Hin und wieder gesellen sich auch ein wenig Gitarren- und Keyboardrauschen, sakrale Orgelklänge, sowie mehrstimmige, sanfte Chöre hinzu, was besonders „Lazarvs dives“, „Come, join the sea“ und „Attrition“ zu absoluten und wohlklingenden Höhepunkten der Platte macht.

Diese klingt mit „Slvmber’s edit“ rein instrumental gleitend aus und lässt den Hörer in sich ruhend zurück. Was die Damen und Herren von Wive mit PVLL in Garagen, Kellern und Wohnzimmern zusammen gezimmert haben ist allemal eine Empfehlung wert, selbst wenn die Musik ein wenig verkopft klingt und ein paar ohrwurmträchtige Songs mehr dabei sein dürften. Kein Wunder, dass das geschmackssichere Label Exile on Mainstream hier zugeschlagen hat!



Mario Karl

Trackliste

1Toast to famines4:18
2 Teethy3:28
3 Langvage3:57
4 Lazarvs and Dives5:24
5 Come, join the sea4:44
6 Attrition4:29
7 The day bvurnt to death3:53
8 Widows3:13
9 Tongue of callvs3:41
10 Slvmber’s edit2:31

Besetzung

Isaac Everhart (Vocals, Guitar)
Matt Irwin (Drums, Programming)
Hannah Murray (Violin)
Meghan Irwin (Vocals, Piano)
Dustin Marks (Guitar)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger