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Reviews

Revolting Cocks

Sex-O Olympic-O


Info

Musikrichtung: Industrial Metal/Electro Rock

VÖ: 27.02.2009

(13th Planet Records/Soulfood)

Gesamtspielzeit: 50:51

Internet:

http://www.revoltingcox.com
http://www.myspace.com/revoltingcocks

Uuhhhh, ahhhh, Baby yeah - The Revolting Cocks are back!

Nach den Olympischen Spielen folgen im Anschluss bekanntlich die Paralympics. Im Falle von Al Jourgensen und seinem Gefolge nach dem Ende von Ministry die Sexolympics. Sex-O Olympic-O nennt sich deshalb das zweite Album nach der Wiedervereinigung von RevCo. Auf der CD geht die Band auch konsequent den Weg des Vorgängers Cocked and loaded weiter, nur etwas weniger lärmig und fast schon richtig gut verträglich. Was nicht heißt, dass wir es hier mit einem Mainstreamprodukt zu tun haben. Mitnichten! Die voller Anzüglichkeiten, abstrusen Humor und Schmutz steckenden Songs klingen noch immer wie ein Bastard aus schmissigem Industrial Rock bzw. Metal, mit tanzbaren Elektrobeats, sowie einem satten 80er Synthie- und leichtem Protogothic-Feeling. Mit dominantem Bass und treibenden Rhythmen. Etwas düster, aber stets groovig, sexy und hormonell äußerst aufgeladen. Jedenfalls kann man es sich gut vorstellen, dass grazile Schönheiten ihre Körper in einschlägigen Clubs zu den Klängen von „HookerBot3000“ oder „Lewd Ferrigno“ um metallisch glänzende Stangen wickeln. Neben Düster- und alternativen Metaldiscos empfiehlt sich Sex-O Olympic-O geradezu für diese Art von Etablissement.

Dabei haben es mit „Keys to the city“ oder „Red Parrot“ ebenso saucoole und mitgrölbare Rocksongs auf das Album geschafft, wie treibend, tanzbarer Stoff in der Machart von „Cousins“. Ein besonderes Exemplar hiervon ist die genauso lässige wie kranke Elektrohymne „I’m not gay“, die sich bald zu einem sicheren Garant für volle Tanzflächen mausern dürfte. Ein waviges Feeling verbreitet dagegen das ansonsten recht rockige „Robo banditos“. Etwas das man durch den immerwährenden Synthieeinsatz durchaus öfter auf dem Album antreffen kann. Allerdings weniger klassisch, sondern eher wie späte Sisters of Mercy auf Acid oder Killing Joke zu Night time-Zeiten in krank. Stellenweise können die Songs ihre Ministry-Herkunft auch nicht ganz verleugnen. Man höre nur das simpel, brachiale „Abundant redunancy“ oder das recht unentschlossen und abstrus klingende „Wizards of Sextown“ - nebenbei die verzichtbarste Nummer auf dem Album.

Auf ein weiteres hat Al Jourgensen einiges ein Personal zusammen getragen. Auf große Namen hat er dieses Mal allerdings verzichtet und das Teil überwiegend mit Gitarrist Sin Quirin (auch bei Ministry vertreten), Tastenmann Clayton Worbeck und Sänger Josh Bradford ausgetüftelt und eingespielt. Umso mehr klingt Sex-O Olympic-O wie ein geschlossenes Bandalbum, und nicht wie ein Flickwerk. Umso besser, denn das macht die CD trotz ein paar kleiner Durchhänger und eines überflüssigen Remixes zu einem ziemlich feinen und äußerst coolen Stück Musik. Der Chef selbst nennt es sogar das beste Revolting Cocks-Album überhaupt. Das sieht der eine oder andere vielleicht anders, ganz widersprechen möchte man ihm trotzdem nicht. Mit Sicherheit ist es das homogenste Stück welches das Kollektiv bisher vorgelegt hat. Dafür war der Vorgänger etwas abwechslungsreicher und verrückter. Hört rein und entscheidet selbst!


Mehr zum Album gibt's in unserer Revolting Cocks-Story.



Mario Karl

Trackliste

1HookerBot30003:30
2 Keys to the city (Vegas mix)3:28
3 Red Parrot4:32
4 Robo Banditos4:14
5 Cousins4:16
6 Touch screen4:01
7 I’m not gay6:15
8 Abundant redundancy4:28
9 Lews Ferrigno4:05
10 Wizards of Sextown7:20
11 HookerBot3000 (Disco a go go mix)4:26

Besetzung

Al Jourgenson (Vocals, Guitar)
Josh Bradford (Vocals)
Luc Van Acker (Vocals)
Phildo Owen (Vocals)
Anna K (Bass)
Seven Antonopoulos (Drums)
Sin Quirin (Guitars)
Clayton Worbeck (Keyboards)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger