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Reviews

Saxon

The inner sanctum


Info

Musikrichtung: Heavy Metal

VÖ: 02.03.2007

(SPV Steamhammer)

Gesamtspielzeit: 44:37

Internet:

http://www.saxon747.com

Zweieinhalb Jahre nach ihrem letzten Triumphzug Lionheart legen uns Saxon ihren neuesten Streich unter dem Namen The inner sanctum vor. Und was außer einem weiteren feinen Scheibchen sollte man von einer Band erwarten die seit 10 Jahren von einem Höhepunkt zum nächsten jagt? So enttäuscht auch Album Nr. 17 keineswegs und stellt eine lohnende Ergänzung zum reichhaltigen Backkatalog mit solch prominenten Verwandten wie Wheels of steel oder Unleash the beast dar.

Los geht’s mit zum Titel passenden sakralen Chören die in den Eröffnungssong „State of grace“ übergehen, welcher im Midtempo über den Hörer hereinbricht. Das 2007er Pendant zum Titeltrack des letzten Albums. Mag hier die Headbangerfraktion noch ein wenig gähnen, dürften diese mit den folgenden Speedgranaten „Need for speed“ und „Let me feel the power“ (wie die Titel bereits vermuten lassen) glücklich werden, bevor sich mit „Red star falling“ eine starke leicht balladeske Nummer anschließt, die von tollen Gitarrenleads und der Stimme von Biff Byford getragen wird. Mag er in den letzten Jahren äußerlich gealtert sein, doch gesanglich macht diesem Mann auch heute so schnell keiner was vor. Und dies ist nur eine der Stärken von Saxon.

Eine andere Säule ihres Erfolgs waren stets die mitreißenden Liveshows mit ihren stimmungsmachenden Songs. Und hierfür prädestinieren sich vor allem das an AC/DC erinnernde „I’ve got to rock (to stay alive)“ und „If I was you“ mit seinem Mitsingchorus. Letzteres ist zwar keine Jahrhundertnummer macht aber trotzdem Spaß. Die anschließenden gutklassigen „Going nowhere fast“ und „Ashes to ashes“ können zwar das hohe Niveau des restlichen Albums nicht halten, fallen aber trotzdem nicht wirklich negativ aus dem Rahmen. Dafür ist der Abschluss mit „Atila the hun“ umso eindringlicher („Empire rising“ ist nur ein kurzes Intro hierzu). Die epische Nummer über den Hunnenkönig setzt ganz auf den Kontrast zwischen den ruhigen Strophen und dem mit Doublebass explodierendem Refrain. Das klingt anfangs ein wenig beliebig zusammengeschustert, entwickelt aber doch seine eigene Intensität. Hier soll noch jemand sagen, dass die Sachsen bereits zum Alten Eisen gehören.

Denn genau das Gegenteil ist der Fall und The inner sanctum beweist dies abermals. Auch nach 30 Jahren Bandgeschichte klingen die Briten so frisch und enthusiastisch wie eh und je. Dazu hat Charly Bauerfeind der CD wieder einen transparenten und drückenden Sound verpasst, der keine Wünsche offen und jedem Instrument seinen Raum lässt. Daran dürfen sich gerne gewisse NWOBHM-Kollegen und neuzeitliche Klanggleichmacher ein Beispiel daran nehmen. Vergessen ist das Klangdesaster von The eagle has landed III.

Um es zum Schluss kurz auf den Punkt zu bringen: Wer die Band schon immer mochte, sollte sich The inner sanctum auf jeden Fall einverleiben. Und auch dem Rest der an Hard ´n Heavy interessierten Leserschaft dürfte das nicht schaden.



Mario Karl

Trackliste

1State Of Grace5:37
2 Need For Speed3:08
3 Let Me Feel Your Power3:29
4 Red Star Falling6:16
5 I've Got To Rock (To Stay Alive)4:40
6 If I Was You3:27
7 Going Nowhere Fast4:15
8 Ashes To Ashes4:52
9 Empire Rising0:41
10 Atila The Hun8:09

Besetzung

Biff Byford: Vocals
Paul Quinn: Guitar
Doug Scarret: Guitar
Nibbs Carter: Guitar
Nigel Glockler: Drums

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger