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Reviews

Brainstorm

Soul Temptation


Info

Musikrichtung: Power Metal

VÖ: 30.06.2003

(Metalblade / SPV)

"Heiliges Blechle!" Der neue Silberling, den die schwäbischen Powermetaller von Brainstorm da zusammengezimmert haben, kann sich wirklich sehen oder besser gesagt: hören lassen. Mit Soul Temptation legt die Truppe um Ausnahmefrontmann Andy B. Franck ihr bisher reifstes, abwechslungsreichstes und eingängigstes Werk vor, wobei "eingängig" nicht mit irgendwelchen Kinderliedrefrains, die bis zum Abkotzen wiederholt werden, verwechselt werden darf. Die Jungs von Brainstorm achten dafür eher auf eine ausgewogene Mischung von Härte und Melodie, die durch stimmige Refrains und dezent eingesetzte Keyboardteppiche in ausreichendem Masse neben den typischen Power-Metal-Riffs vorhanden ist. Über allem thront natürlich die herausragende Stimme von Frontröhre Andy B.Franck, die zwar nicht so variabel wie bei seinem Sideprojekt Symphorce eingesetzt wird, dennoch aber wieder einmal schwer beeindruckt.

Von den Songs kann man den Opener "Highs Without Lows", das groovig epische "The Leading", das ruhige, fast schon kommerzielle "Fading" sowie den offiziellen Rausschmeißer "Rising" ohne mit der Wimper zu zucken als astreine Hits bezeichnen, aber auch die anderen Songs geizen nicht mit ihren speziellen Reizen. Besonders ins Auge sticht da sozusagen natürlich das "Minikonzeptalbum im Album" namens "Trinity Of Lust", das aus den Tracks "Shiva`s Tears", "Forever" und dem Titelstück "Soul Temptation" besteht. Diese drei zusammengehörenden Songs mit sowohl lyrisch als auch musikalisch exotischem Flair erzählen eine spirituell angehauchte Story, die sich im vorderen Orient abspielt und sozusagen das Herzstück dieser CD bildet. Die Härtegrenze nach oben setzt gegen Ende des Longplayers das recht modern angehauchte "To The Head", während mich "Dying Outside" ein wenig an alte Werke von Judas Priest erinnert.

Soul Temptation stellt also eine bunte, ausgewogene Powermetalwundertüte dar. Wem soviel Abwechslung noch nicht genug ist, der sollte sich unbedingt für nur einen Euronen Aufpreis die "Limited Edition" zulegen, die neben einem Bonustrack in Form von Tony Christies "Amarillo"(!) auch noch eine professionell aufgenommene DVD mit dem kompletten Brainstormgig vom Summerbreeze 2002 und den Clip zum Albumopener "Highs Without Lows" beinhaltet. Da kann man nur passend zum Bonustrack "Shalalalalalala Hej hej Super-Super-Brainstorm" singen... oder so ähnlich.



Manuel Liebler

Trackliste

1. Highs Without Lows
2. Dooryway To Survive
3. The Leading
4. Nunea Nos Rendimos
5. Fading
6. Shiva`s Tears (Trinity Of Lust Pt.I)
7. Fornever (Trinity Of Lust Pt.II)
8. Soul Temptation (Trinity Of Lust Pt.III)
9. Dying Outside
10. To The Head
11. Rising
12. Amarillo (Limited Edition Bonus Track)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger