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Reviews

Alan Simon

Excalibur IV; The dark Age of the Dragon


Info

Musikrichtung: Prog / Art-Pop

VÖ: 10.11.2017

(Babaira / Cherry Red / Rough Trade)

Gesamtspielzeit: 73:04

Internet:

http://www.alansimononline.org
http://www.excalibur-live.de

Mit großem personellen Aufwand und Gästen die reichlich Namedropping ermöglichen (Supertramp, Uriah Heep, Jethro Tull, Clannad, Saga, Curved Air, Labyrinth, Elfenthal) präsentiert Alan Simon hier eine Fortsetzung seiner wohl recht erfolgreichen Excalibur-Trilogie. Der Waschzettel des Promoters spricht von Gold- und Platin-Auszeichnungen. Mir ist Simon allerdings bislang noch nicht begegnet. Bei Wikipedia gibt es lediglich in der französischen und bretonischen(!) Ausgabe einen Eintrag über ihn.

Das Digi-Pack mit fettem Booklet macht einen super Eindruck und auch die Musik ist sympathisch. Simon kommt mit seinen Sachen sehr freundlich und in der Regel sanft und ruhig über die Wiese, was bei dem Schwert im Zentrum des Covers und dem Titel The dark Age of the Dragon schon etwas irritiert.

Härtetechnisch sind von den gedroppten Namen vor allem Clannad, Saga (in ihren schwachen Phasen) und belanglose Supertramp vergleichbar. Ohne die Hinweise im Booklet käme man nur vom Hören her aber kaum auf diese Bands. Lediglich Jethro Tull klingt verschiedentlich an – allerdings nicht durch Martin Barre, sondern durch die immer wieder auftauchenden Flötentöne.

Viel häufiger kommt mir der späte Chris de Burgh in den Sinn – und genauso belang- und zahnlos ist Excalibur. Leicht positiv heben sich die von Labyrinth-Sänger Robert Tiranti eingesungenen Stücke „Don’t be afraid“, das auch über eine etwas bissigere Gitarre verfügt, und der Power Folk „The new Times“ hervor, sowie das folkige „Dreamers“ mit seinem hymnischen Ansatz, eingesungen von Bernie Shaw (Uriah Heep).

Und wer auf Edelschnulzen steht, wird möglicherweise bei „You don’t know“ zumindest ansatzweise auf seine Kosten kommen. Im Prinzip ist das Album aber nur Alles-Sammlern von irgendeinem der beteiligten Musiker zu empfehlen. Bei mir würde es in der Kiste der Supertramp-Relatives landen – wenn ich meine CDs so ordnen würde.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1The Wings of the Dragon 5:59
2 Alone 4:21
3 Stonehenge 3:35
4 I'm not the only One 4:13
5 Calling for you 4:19
6 Don't be afraid 4:16
7 Silver Moon 3:23
8 Dreamers 3:24
9 The last Lament of Fairy 2:47
10 The new Times 4:23
11 Forget your Sorrow 3:53
12 The fifth Season 2:58
13 The Passion 3:29
14 I will be forever 4:13
15 Behind the Mist 3:51
16 You don't know 4:55
17 You are the Sunshine 3:20
18 There is someone 2:53
19 Dun Angus II 2:51

Besetzung

Alan Simon (Ac. Git, Mundharmonika, Maultrommel, Back Voc)
John Anthony Helliwell (Voc, Sax)
Martin Barre (Voc, E-Git Solo, Mandoline)
Paolo Ballardini (Voc, E-Git Solo, Ac Git, Mandoline)
Jesse Siebenberg (E-Git Solo, Dr, B, Back Voc)
Basile Leroux (E-Git Solo, Ac. Git)
Michael Sadler (Voc)
Bernie Shaw (Voc)
Sonja Kristina (Voc)
Maite Itoiz (Voc)
Guido Carli (Dr)
Claudio Fossati (Dr)
Massimo Palermo (B)
Marco Fadda (Perc)
Marco Canepa (Keys, Programming)
Konan Mevel (Flöten, Pfeiffen)
Daniela Piras (Flöte)
Louis Marie Seveno (Violine, Rebek)
Siobhan Owen (Keltische Harfe, Back Voc)
Alan Stivell (Voc, Keltische Harfe, Back Voc)
Moya Brennan (Voc, Back Voc)
Robert Tiranti (Voc, Back Voc)

Bohemian Symphony Orchestra Prague

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger