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Reviews

Roy Brown

Good Rockin‘ Tonight


Info

Musikrichtung: R & B / Blues

VÖ: 01.12.2017

(Hoodoo Records)

Gesamtspielzeit: 73:28

Internet:

http://www.in-akustik.de/

Roy Brown aus New Orleans gilt als einer der Wegbereitere des Rock ‘n‘ Roll. Er lebte vom 10. September 1925 bis zum 25. Mai 1981. Wie auch der Titel dieser Zusammenstellung bereits suggeriert, bringt man ihn oft in einen Zusammenhang mit dem Hit Good Rockin‘ Tonight. Bevor es zum Blues und Rhythm & Blues kam, war Gospel angesagt, und auch in der Unterhaltungsmusik versuchte er Fuß zu fassen, nachdem es auch mit einer Box-Karriere wohl nicht klappte. 1946 komponierte er die Songs “Deep Sea Diver“ und den Jump Blues Good Rockin‘ Tonight. Als sein Kollege Wynonie Harris diesen Titel nicht aufnehmen wollte, veröffentlichte Brown den Song mit “Lollipop Mama“ auf der Rückseite im September 1947 selbst als Single. Er erklomm damit Platz 13 der Rhythm & Blues-Charts, und – siehe da, Wynonie Harris brachte ihn ein Jahr später dann doch auch heraus und landete damit prompt auf Platz 1! Auch Elvis Presley nahm den Titel 1954 ebenfalls in sein Repertoire auf.

Brown erreichte mit seiner fünften Single für DeLuxe Records, “Long about Midnight“, in den R&B-Charts später auch den Platz 1. Erst ab 1953 ebbte der Charterfolg ab, bis die Karriere ab 1956 wieder Fahrt aufnahm. Mit Dave Bartholomew als Produzent nahm er zwischen 1956 und 1958 insgesamt 20 Stücke auf. Der Stil des Künstlers war eine Art Crossover vom Blues zum Rhythm & Blues und zum Rock ‘n‘ Roll. So zählten Elvis Presley, Fats Domino, B.B. King und viele andere zu jenen Musikern, die von Brown beeinflusst wurden, bis hin zu den bleichgesichtigen Nachahmern der Sixties.

Die mir vorliegendee CD enthält 30 Tracks mit einer Auswahl bekannter Hits und R & B-Songs, die Roy Brown für verschiedene Labels wie DeLuxe, King, Imperial und Home Of The Blues zwischen 1947 und 1960 aufnahm. Neben “Good Rockin' Tonight”, “Fannie Brown Got Married”, “Party Doll” und “Ain’t Gonna Do It” gibt es auch einige eher wenig bekannte Songs, wie das extrem furiose und aufkratzende “Hurry Hurry Baby“ mit exzessivem Gesang, oder das fetzig rockende “Rocking All the Time“, eine klasse Nummer! Die Ausgabe wird abgerundet durch ein umfangreiches 16 seitiges Booklet mit seltenen Fotos und detaillierten Liner Notes.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Good Rockin’ Tonight
2 Hurry Hurry Baby
3 Mighty, Mighty Man
4 Rocking All the Time
5 Hip Shakin’ Baby
6 Money Can’t Buy Love
7 Let the Four Winds Blow
8 Good Looking and Foxy Too
9 Ain’t Gonna Do It
10 Slow Down Little Eva
11 Hard Luck Blues
12 Saturday Night
13 Diddy-Y-Diddy-O
14 Cadillac Baby
15 Party Doll
16 Rockin’ at Midnight
17 A Man with the Blues
18 Everybody
19 Black Diamond
20 Good Rockin’ Man
21 Fannie Brown Got Married
22 Ivy League
23 Crying Over You
24 We’re Goin’ Rockin’ Tonight
25 I’m Ready to Play
26 Wine, Women and Song
27 I’m Stickin’ with You
28 I Love You, I Need You
29 Be My Love Tonight
30 The Tick of the Clock

Besetzung

Roy Brown (vocals)
Earl Barnes, Victor Thomas, Lee Allen, Clarence Hall, Herb Hardesty, Johnny Griffin, Ray Felder, Johnny Fontenette, Sammy Parker, Red Prysock (tenor saxophones)
Jerome O’Neill (alto saxophone)
Tony Moret, Teddy Riley, Wallace Davenport, Willie Mitchell, Wilbur Harden, Melvin Lastie, Leslie Ayers (trumpets)
Clement Tervalone, Jimmy Griffin (trombones)
Bob Ogden, Ray Miller, Charles Williams, Ron McCurdy, Emmett “Nab” Shields, Placide Adams, Calvin Shields (drums)
Frank Campbell, Harry Porter, Orrington Hall (baritone saxophones)
Jimmy Davis, Bill Jones, Justin Adams, Fred Jordan, John Faire, Willie Gaddy, Edgar Blanchard (guitars)
Tommy Shelvin, Mac Thompson, Frank Fields, Edwyn Conley, Ike Isaacs, Salvatore Doucette, Clarence Mack (basses)
Jimmy Williams, Walter Daniels, Jon Thomas, Buddy Griffin, James Robinson (pianos)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger