····· Joe Bonamassa - “British Blues Explosion Live“ am 18. Mai! Jeff Beck’s – “Plynth (Water Down The Drain)” als Video vorab! ····· Saxon-ReReleaes, im Mai die Zweite Rutsche ····· Six plus X heißt Krähe ····· Das 10. Bandjubiläum können Herzlos mit ihrem fünften Album und dem ersten Plattenvertrag feiern ····· Der Goldmeister schmiedet aus Rap, Swing, Reagge, HipHop und Jazz eine ganz eigene Legierung  ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Lionize

Nuclear Soul


Info

Musikrichtung: Hard Rock

VÖ: 24.11.2017

(The End Records)

Gesamtspielzeit: 49:17

Internet:

http://www.lionizemusic.com

Das Schöne an der Webzine-Schreiberei ist, dass man zwischen all dem durchschnittlichen Zeug, das einem ständig begegnet, zwischendurch auch mal einem etwas total Unbekanntem überrascht wird. Lionize aus Washington D.C. ist so ein Fall!

Mir war das Quartett bisher total fremd. Ihr neues Album Nuclear Soul hat allerdings ziemlich bei mir eingeschlagen. Zu hören gibt es einen zeitlosen, warmen Sound mit antreibenden Gitarrenriffs, satt groovenden Rhythmen, einer sich überschlagenden, analogen Orgel. Und das größte Plus: ein Sänger, der nicht nur Power in der Stimme hat, sondern etwas besitzt das vielen Kollegen heutzutage leider abgeht – jede Menge Soul.

Bei Lionize treffen altmodisches Musizieren auf zeitgemäßes Feuer. Man weiß, wie man packende Songs mit eingängigen, aber nie flachen Melodien und Hooks schreibt. Die Musik ist bodenständig, man impft dem Ganzem aber mit den Texten einen Hauch von Science-Fiction bei. Die Musikalität ist groß, neben stampfendem Rocksound widmet man sich auch mal funkigen Grooves („Face Of Mars“) oder gibt sich zurückhaltend im Blues-Format („Let You Down“). Die Platte ist ein Trip durch sehr vieles was früher in der Rockmusik schon gut war. Präsentiert wird es aber ohne jegliche Patina und mit einer Ladung Schmackes und Frische.

Ergebnis sind zahlreiche tolle Songs wie das launige „Darkest Timeline“, der genannte, leidenschaftliche Blues „Let You Down“ und sein düsterer Bruder „Nuclear Soul“, das melancholische „Ain’t It A Shame“ oder die beiden zupackenden Nummern „Election Year“ und „Blindness Of Danger“. Ausreißer nach unten sind eigentlich nicht existent und man wird rund 50 Minuten lang vorzüglich unterhalten.

Ein schönes Ding!



Mario Karl

Trackliste

1Darkest Timeline4:37
2 Face Of Mars3:41
3 Fire In Athena5:24
4 Power Grid Blues4:27
5 Ain't it a Shame5:30
6 Election Year4:00
7 March Of The Clones6:19
8 Let You Down4:22
9 The Mad Scientist of Sunshine1:03
10 Nuclear Soul4:31
11 Blindness To Danger5:23

Besetzung

Nate Bergman (lead vocals, guitar)
Chris Brooks (keys)
Henry Upton (bass)
Chase Lapp (drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger