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Reviews

Metallica

Masters Of Puppets (Remasterd Expanded 3CD Edition)


Info

Musikrichtung: Thrash Metal

VÖ: 10.11.2017 (1986)

(Blackened Recordings / Universal Music)

Gesamtspielzeit: 203:24

Internet:

https://www.metallica.com

Bei Metallica ist man mal wieder in Feierlaune. Nach Kill 'Em All und Ride The Lightning wird jetzt ihr drittes Album Master Of Puppets groß gewürdigt. Jenes ist auch unbestreitbar allgemeines Kulturgut und nicht nur bedeutend für die Metalszene, sondern steht auf einer Stufe mit Platten wie Sgt. Peppers Loneley Hearts Club Band, Back In Black, Thriller, London Calling oder Blonde On Blonde.

Für den ganz großen Fan gibt es eine entsprechende Box, die neben dem remasterten Originalalbum, einer schicken Verpackung und einem Hardcover-Buch noch neun weitere CDs, zwei DVDs sowie eine Musikkassette enthält, auf denen man umfangreiche Interviews, diverse Livealben und tonnenweise Outtakes und Demos findet. Für den schmaleren Geldbeutel gibt es eine einfachere Version. Hatte ich bei den Re-Releases der ersten beiden Metallica-Alben angemerkt, dass man außer dem Remaster-Sound keinen Mehrwert erhält, ließ man sich dieses Mal nicht so lumpen und legte auf zwei CDs einen Auszug des Box-Inhalts bei. Die erste Bonus-CD enthält zehn Demo- und Arbeitsversionen sowie ein Interview. Silberscheibe Nr. 3 bietet eine Live-CD mit 14 Songs.

Zum Remaster: Hier wurde er stark „entmufft“ und man hat durchaus den Eindruck, als wurde ein Schleier hinweg gefegt. Das fällt einem allerdings erst im direkten Vergleich auf. Denn Master Of Puppets ist immer noch eines der am besten produzierten Metalalben. Das Remaster klingt bissiger und auch weniger dumpf, dafür nicht mehr so warm. Irgendwie gelungen, aber alleine sicher noch kein Kaufanreiz.

Wer in den Produktionsprozess schauen möchte, legt CD 2 auf. Von allen Albumsongs gibt es Demoversionen und erste Skizzen. Mal mit Gesang, mal ohne, mal nur Riff-Spielereien, dann wieder ganze Nummern. Interessant ist die enthaltene, lange Version von „Welcome Home (Sanitarium)“, die einen ausgedehnten Instrumentalteil enthält, der später in „Orion“ auftaucht. Zwei Coverversionen hatte man sich mit „The Money Will Roll Right In“ (Fang) und „The Prince“ (Diamond Head) vorgenommen. Diese sind allerdings komplett instrumental und ohne Leadgitarre. Das enthaltene, 19-minütige Interview mit Cliff Burton ist allerdings komplett verzichtbar.

Fans von Liveaufnahmen können bei der dritten CD aufhorchen. Es handelt sich dabei nicht um ein komplettes Konzert, sondern um einen Zusammenschnitt der Touren 1986 und 1987. Unterschiede in Sachen Qualität und Performance sind klar vorhanden. Wirklich schlecht klingen die Aufnahmen nicht. Lediglich einmal bekommt man Bootleg-Qualität serviert. Allerdings stammt die Aufnahme von „Fade To Black“ vom letzten Konzert Cliff Burtons in Stockholm, so dass sie dokumentarischen Charakter besitzt. Cliffs Nachfolger Jason Newsted tritt auch zweimal auf, genauso wie Gitarrenaushilfe John Marshall, der einsprang, als James Hetfield sich beim Skaten an der Hand verletzte.

Alles in allem ein nettes Paket. Kann man haben, muss aber nicht - wie so oft.

Mario Karl

Trackliste

CD1:
1. Battery
2. Master Of Puppets
3. The Thing That Should Not Be
4. Welcome Home (Sanitarium)
5. Disposable Heroes
6. Leper Messiah
7. Orion
8. Damage, Inc.

CD2:
1. Battery (Early June 1985 Demo)
2. Master Of Puppets (Late June 1985 Demo)
3. The Thing That Should Not Be (September 1985 Drum Room Demo)
4. Welcome Home (Sanitarium) (Late June 1985 Demo)
5. Disposable Heroes (May 1985 / Writing In Progress 2)
6. Leper Messiah (1985 / From James' Riff Tapes 2)
7. Orion (November 1985 / Work In Progress Rough Mix)
8. Damage, Inc. (1985 / From James' Riff Tapes)
9. The Money Will Roll Right In (Work In Progress Rough Mix)
10. The Prince (Work In Progress Rough Mix)
11. Metal Madness Magazine Interview With Cliff (Conducted By Scott Heller / May, 1986)

CD3:
1. Battery
2. Master Of Puppets
3. For Whom The Bell Tolls
4. Ride The Lightning
5. Welcome Home (Sanitarium)
6. The Thing That Should Not Be
7. (Anesthesia) Pulling Teeth
8. Damage, Inc.
9. Fade To Black
10. Seek & Destroy
11. Creeping Death
12. The Four Horsemen
13. Am I Evil?
14. Whiplash

Besetzung

James Hetfield (Gesang, Gitarre)
Kirk Hammett (Gitarre)
Cliff Burton (Bass)
Lars Ulrich (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger