····· Joe Bonamassa auf Tour!  ····· P!NK: exklusive Karten für ProSieben-Konzert zu gewinnen ····· Aus Japan kommt wieder Loudness  ····· 12 aus 1000 stehen auf Marion Fiedlers neuem Album ····· Im versifften Proberaum entstehen die Kracher von Peoples Temper ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Climax Blues Band

Live At The BBC 1970-1978


Info

Musikrichtung: Blues/Rock-Pop

VÖ: 22.09.2017

(Repertoire Records)

Gesamtspielzeit: 131:08

Internet:

http://climaxbluesband.com/
https://www.repertoirerecords.com/
http://www.brooke-lynn-promotion.de/

1967 wurde diese britische Band gegründet und firmierte zunächst unter dem Namen The Climax Chicago Blues Band. 1972 war es, dass man den Namen auf Climax Blues Band änderte. Doch zuvor waren bereits aus der Sicht von Bluesfans einige wichtige Alben entstanden, 1969 das erste, das schlicht den Bandnamen trug. Selbst lernte ich die Band erst ein Jahr später, mit der dritten Platte, “A Lot of Bottle“, kennen und lieben. Nun, bereits vor der genannten Umbenennung war der Blues eigentlich bereits so gut wie verschwunden aus der Musik. Der Stil speiste sich fortan nur noch wenig aus Blues, die Musik wurde kommerzieller, Rock und Pop und später noch ein wenig R & B hielten Einzug und sorgten für einen neuen unverkennbaren Sound, für den maßgeblich auch Colin Cooper mit seinem Saxofon verantwortlich war, ansonsten trugen auch die wechselnden Besetzungen dazu bei.

Der Zeitraum, der mit den auf dieser Doppel-CD befindlichen Aufnahmen für die BBC dokumentiert ist, umfasst während dieser Zeit entstandenen acht Platten der Band. Nicht nur ich als Blues-Fan dürfte traurig sein, dass keine Aufnahmen vor dieser Zeit vorliegen und dass selbst der frühe, noch nicht so kommerziell ausgerichtete Zeitraum nur mit wenigen Songs bestückt ist und somit der Blues sehr kurz kommt.

Nichtsdestotrotz liegt hier eine hervorragende Veröffentlichung vor, die neunundzwanzig Songs umfasst aus der Zeit von 1970-1978, allesamt historische Aufnahmen aus den Archiven der BBC. Fachmännisch wurden diese remastered von Eroc. Mit einer eigenwilligen Interpretation des Blues-Klassikers “Spoonful“ startet die erste CD. Dieser und die folgenden drei weiteren Titel aus 1970 stammen aus der Sendung “Sound Of The Seventies“, aufgenommen am 26.11.1970. Nach und nach kann man anhand der chronologisch angeordneten Titel die Entwicklung des typischen Sounds der Band nachvollziehen, mit dieser besonderen Art der Gesangsharmonien, dazu als wichtige und prägende Elemente das Saxofon und die Gitarre, insbesondere von den wichtigen Stützen Colin Cooper und Pete Haycock. Dieser typische Sound manifestiert sich nach und nach etwa ab Track sieben der ersten CD.

Der endgültige Durchbruch war allerdings der Song “Couldn't Get It Right“ aus 1976, und diese Phase ist dann bestens auf der zweiten CD dokumentiert. Der genannte Song ist dort der achte Track. Mit seinem dezenten Funk erinnert er ein wenig an Bands wie die Average White Band oder Stretch. Und so bleibt die Band wahrscheinlich auch vielen Fans eher in Erinnerung als aufgrund ihrer noch stark am Chicago Blues orientierten Anfangsphase.



Wolfgang Giese

Trackliste

CD 1:

1 Spoonful (Mono) (1970)
2 Country Hat (Mono) (1970)
3 Morning, Noon And Night (Mono) (1970)
4 Flight (Mono) (1970)
5 Shoot Her If She Runs (Mono) (1971)
6 Goin’ to New York (Mono) (1971)
7 Standing By A River (Mono) (1973)
8 Mole On The Dole (Mono) (1973)
9 Before You Reach The Grave (Mono) (1974)
10 Amerita (Mono) (1974)
11 Right Now (1974)
12 Milwaukee Truckin’ Blues (1974)
13 Amerita (1974)
14 Amerita / Sense Of Direction (Mono) (1974)
15 Milwaukee Truckin’ Blues (Mono)

CD2:

1 Amerita (Mono) (1974)
2 Losin’ The Humbles (Mono) (1974)
3 Shopping Bag People (1974)
4 Before You Reach The Grave (1974)
5 Reaching Out (1974)
6 Running Out Of Time (1975)
7 I Am Constant (1975)
8 Couldn’t Get It Right (1976)
9 Together And Free (1976)
10 Mistress Moonshine (1978)
11 When Talking Is Too Much Trouble (1978)
12 Amerita (1974)
13 Losin’ The Humbles (1974)
14 Losin’ The Humbles (Mono)

Besetzung

Colin Cooper (vocals, saxophone, harmonica, guitar)
Pete Haycock (vocals, guitar, bass)
Derek Holt (bass, guitar, keyboards, vocals)
George Newsome (drums)
Arthur Wood (keyboards)
Richard Jones (bass, keyboards)
Peter Filleul (keyboards)
John Cuffley (drums)
John "Rhino" Edwards (bass)
Jeff Rich (drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger