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Reviews

Harry Marte

Little Prayers


Info

Musikrichtung: Americana/Singer/Songwriter

VÖ: 22.10.2017

(Crosscut Records)

Gesamtspielzeit: 50:09

Internet:

http://www.harrymarte.com/little_prayers/
https://www.bear-family.de/
http://www.uk-promotion.de/home/

Harry Marte, Jahrgang 1956, der Sänger und Gitarrist aus Feldkirch, Vorarlberg, Österreich, ist seit den 80ern unterwegs. Seine Musik wurde in der Regel als Americana, Folk, Blues, Country Rock eingestuft. Little Prayers wurde in Österreich aufgenommen. Ganz leicht und locker startet die Platte mit “I Will“, ganz zarte Akustikgitarre trifft auf Perkussion, Schwaden einer E-Gitarre wabern im Hintergrund. Die geheimnisvoll wirkende Melodie wird von Marte mit seiner eigenwilligen Stimme, die ein eigenes Profil aufweist, mit Text gefüllt, die Musik klingt sehr amerikanisch, man spürt die Weite einer Landschaft, die Fantasie wird angeregt zum Kopfkino. Mitunter assoziiere ich John Hiatt in Verbindung mit dem Ausdruck, jedenfalls ist der Eröffnungstitel sehr gelungen.

Bei Marte handelt es sich um einen Singer/Songwriter, der wie ein Außenseiter in diesem Genre wirkt. Das sind keine schönen Songs, hier scheint eher das wenig Beglückende im Leben Thema zu sein. Vielleicht ist es Musik für all Jene, mit denen es das Leben nicht so gut meinte, für die Gefallenen und Ausgestoßenen. “Roaming“ besitzt diese Atmosphäre jedenfalls, die leicht angezerrte Gitarre über dem schwebend-rumpelnden Rhythmus wirkt mystisch, man spürt irgendwie die Sumpflandschaft Louisianas mit dem schwülen Klima.

Und ganz hervorragend ist es, wie Marte mit diesen Stimmungen spielt, und ihm dabei die Begleitmusiker trefflich unterstützen, herrlich ist diese entspannte und leicht mysteriöse Atmosphäre, die in das Zimmer fließt. Dabei wirkt die Musik nicht wirklich melancholisch, sie ist eher zerbrechlich und zart im Verbund mit gelegentlich kraftvoll zupackenden Momenten. “Holy Blood“, hier erscheint Tom Rush vor meinem geistigen Auge, und immer wieder vernehme ich Quellen, die in den Sechziger und Siebzigern liegen. Schließlich sind es die auf das Wesentliche reduzierten Strukturen, die die Aussagekraft der Musik ausmachen, verbunden mit mitunter hypnotisch angelegten Vokalbeiträgen und feinfühlig eingesetzten Gitarrenklängen der E-Gitarre.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 I Will
2 Roaming
3 Give Me A Night
4 Holy Blood
5 Moonchild
6 Black Tainted Heart
7 Kissed By You
8 Rosemary Tree
9 The River
10 Cross
11 Decay

Besetzung

Harry Marte (vocals and acoustic guitar)
Marco Figini (electric guitar and acoustic guitar)
Chris Dahlgren (electric bass, upright bass, viola da gamba)
Alfred Vogel (drums, junk percussion and backing vocals)
Evelyn Fink (violin -#7)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger