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Reviews

Orchestral Manoeuvres in the Dark

The Punishment of Luxury


Info

Musikrichtung: Synthiepop

VÖ: 01.09.2017

(RCA / Sony)

Gesamtspielzeit: 42:07

Internet:

http://www.omd.uk.com

Ende der 70er Anfang der 80er wurden die von Punk und New Wave gebeutelten Ohren der (zuerst wieder einmal britischen) Hörer von Bands zwischen Human League, Spandau Ballet, Duran Duran und diversen anderen sanft gestreichelt. „New Romantics“ lautete das Etikett, das für diese neue Soft-Pop-Welle gefunden wurde, obwohl die meisten dieser massiv auf Synthesizern aufbauenden Bands dermaßen seelenlos waren, dass man das Romantische daran mit der Lupe suchen musste. Und die ins Gesicht fallenden Fönwellen der Fans, die bald den Namen „Popper“ erhalten hatten, waren auch eher affig, als romantisch.

Die Orchestral Manoeuvres in the Dark gehörten zu den besseren und den frühesten Vertretern und befanden sich auch eher am Rande, als im Zentrum dieser Szene. Auch auf ihren Alben gab es belangloses synthetisches Gesäusel, aber sie hatten auch ein Händchen für packenden Melodien und gelungene Refrains, die der Band half Brückenschlage eher in den Bereich des deutschen Krautrocks, als des britischen Mainstream-Pops zu schlagen.

Nun sind sie also wieder da - mit einem „Die Strafe des Luxus“ überschriebenen Albums. Wenn ich diesen Titel im Kontext einer Band höre, denke ich bei diesem Titel sofort an einst junge hungrige Bands, denen Erfolg und Luxus die (zumindest künstlerischen) Beine unter dem Bauch weggeschlagen haben, und die sich nunmehr nur noch mit Belanglosigkeiten hören lassen, die bestenfalls ein fernes Echo dessen sind, was sie einmal groß gemacht hat.

Und ich muss zugeben: Genau so klingt The Punishment of Luxury über weite Strecken. OMD wiederholen vieles von dem, was auf ihren frühen Alben zu hören war, aber es gibt keine Nummer, die wirklich fesselt, oder auch nur den Wunsch wach werden lässt, das Album noch einmal aufzulegen.

Ein wenig aus der Belanglosigkeit heraus ragen der nette Synthie-Popper „The Punishment of Luxury“ und das dann doch ein wenig packende zentrale Tripple bestehend aus „Art eats Art“, „Kiss Kiss Kiss Bang Bang Bang“ und dem hymnisch gesungenen „One more Time“.

Sollten diese Stücke beim wiederholten Hören noch wachsen, könnte das Album eventuell sogar an frühere Alben heranreichen. Denn auch da gab es neben den großen Klassikern immer schon reichlich Belangloses. Bislang höre ich das aber nicht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1The Punishment of Luxury 3:27
2 Isotype 6:12
3 Robot Man 3:01
4 What have we done 3:49
5 Precision & Decay 1:44
6 As we open, so we close 3:04
7 Art eats Art 3:23
8 Kiss Kiss Kiss Bang Bang Bang 3:00
9 One more Time 3:08
10 La Mitralleuse 2:06
11 Ghost Star 6:18
12 The View from here 3:05

Besetzung

Andrew McCluskey (Voc, Keys, B)
Paul Humphries (Keys, Voc)
Martin Cooper (Keys)
Stuart Kershaw (Dr)

Gast:
David Watson (Back Voc <4>)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger