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Reviews

Dice

Chance for the Link of a Chain


Info

Musikrichtung: Soft Rock

VÖ: 25.09.2017

(Scene Records / Pool)

Gesamtspielzeit: 61:20

Internet:

http://www.dice-band.de

Alle Jahre wieder… erscheint ein Album der Wahl-Leipziger Dice und so hat es auch seit 2004 jedes Jahr eine Dice-Review bei uns gegeben. Drei Ausnahmen:

- Das 2005er Album In eleven Pictures habe ich nie erhalten.
- 2008 hat es zusätzlich die DVD A long Cosmic-Trip gegeben.
- Und dann gibt es da noch eine Lücke im letzten Jahr, die voll in meine Verantwortung fällt, denn ich habe X = Double Two on the Die Map, das zwanzigste Album von Dice, pünktlich im August 2016 erhalten. Es hat mit der Review dann aber nicht gleich geklappt und dann ist das passiert, was immer wieder passiert, X = Double Two on the Die Map wurde von aktuelleren Album immer weiter nach hinten geschoben.

So war es für mich Ehrensache, dass die Review zu Chance for the Link of a Chain besonders pünktlich erscheint. Außerdem reißt diese Review das alte Album nach vorne. Es wird nicht – wie manch anderes Album, in dieser Ausgabe u.a. Outloud und die Sons of Settlers - warten müssen, bis es endgültig die rote Laterne trägt. Es hat jetzt höchste Priorität für unsere November-Ausgabe.

Chance for the Link of a Chain klingt etwas basischer und reduzierter als alle Alben, die ich bisher von Dice gehört habe. Das mag daran liegen, dass die Melodieführung nun vollständig auf die Gitarre und die Keyboards verlagert wurde. Das Line-up der Band wurde um eine Stelle verkürzt. Bislang war Thomas Hanke mit der Mundharmonika und davor Jens Lübeck mit dem Saxophon dabei, um noch einmal zusätzliche Akzente zu setzen.

Allerdings führt die gewachsene Bedeutung der Tasten nun nicht, wie man hätte vermuten können, zu einer verstärkten Betonung des Space Rock Anteils, den es bei Dice ja immer gegeben hat. Im Gegenteil: Der scheint fast eine Sache der Vergangenheit zu sein. Und auch der Folk-Rock-Anteil ist eher im Schwinden, das allerdings nicht erst seit Chance for the Link of a Chain.

Dennoch bleiben Dice erkennbar Dice - und das heißt nicht zuletzt dass sie Christian Nóvé bleiben, der mit seinen überwiegend ruhigen Kompositionen, die gelegentlich kraftvoll aufbrechen, eine unverkennbare Handschrift hat, an der man Dice unter Dutzenden von Soft Rock / Prog / Kraut Bands sofort heraushört – spätestens dann, wenn seine ebenso unverkennbare Stimme dazu ertönt.

Diese Erkennbarkeit geht leider streckenweise so weit, dass sie nicht nur die Unterscheidung von anderen Bands leicht, sondern die Unterscheidbarkeit der einzelnen Dice-Stücke und –Alben voneinander ebenso schwer macht. Der Vorwurf jeden hier gespielten Ton, schon einmal ähnlich oder genauso auf einer anderen Dice-Platte oder auch auf Chance for the Link of a Chain selbst gehört zu haben, lässt sich nur schwer von der Hand weisen. Aber das hat ja auch Fans von AC/DC, Motörhead oder Status Quo nie gestört. Und so werden Dice-Fans auch Chance for the Link of a Chain gerne in ihren Plattenschrank räumen – und für Novizen eignet sich diese Scheibe für den Einstieg genauso gut, wie jedes andere Dice-Album.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Galaxy Song13:16
2 A Link in the Chain10:10
3 Another Place in Space10:00
4 The Magic Key 9:03
5 The World is changing10:44
6 Galaxy Chain 7:55

Besetzung

Christian Nóvé (Voc, B, Keys)
Peter Viertel (Git)
Tom Tomson (Dr)
Ramona Nóvé (Voc)

Gast:
Dieter Kalka (Bandoneon)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger