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Reviews

Chris Rea

Road Songs For Lovers


Info

Musikrichtung: Soft Rock

VÖ: 29.09.2017

(BMG)

Gesamtspielzeit: 58:25

Internet:

https://www.chrisrea.com/
https://www.bmg.com/de/

Eine Weile hatte man von Chris Rea, dem in Middlesbrough, England geborenen Musiker mit italienisch-irischer Abstammung nichts mehr gehört. Sechs Jahre ist es her, dass mit “Santo Spirito Blues“ das letzte Album veröffentlicht wurde. Eines seiner Markenzeichen neben dem dezent rauchigen Gesang war immer als stilistisches Merkmal der Slide-Stil mit der Gitarre. Mittlerweile verknüpft möglicherweise Jede/r einen anderen Song mit persönlichen Erfahrungen oder Zeitschienen. Vom frühen "Fool (If You Think It's Over)" (1974) über "I Can Hear Your Heartbeat" (1983), "Josephine" (1985), "On the Beach" (1986) zu "The Road to Hell" (1989), immer gab es den einen oder anderen bekannten Song. In den letzten Jahren hatte Rea sich darüber hinaus auch verstärkt dem Blues gewidmet.

Und jetzt das neue Album, Road Songs For Lovers, nun, das klingt, als könnten wir uns auf schmusige Liebeslieder einstellen. Und in der Tat ist die Stimmung sehr zurückhaltend, sehr nachdenklich wirkend in der Stimmung, ein wenig lässiger Groove durchzieht die Songs und mit Emotionen spart der Musiker nicht.
Einige Songs fallen ein wenig aus dem Rahmen, und das sind eigentlich auch jene, die mir selbst gar nicht so gut gefallen, “Money“ zum Beispiel, dass mir zu belanglos dahindümpelt.

Dafür sehe ich solche Titel wie “Moving On“ ganz oben, mit zunächst zurückhaltender Eleganz entwickelt er sich mit einem unwiderstehlichen lasziven Groove, durch Perkussion und Bläsereinsatz geschickt in Szene gesetzt. Und dann natürlich “Last Train“, dass sich nach düster wirkendem Anfang langsam steigert und das Rea fast mehr sprechend als singend zeigt, aber irgendeine Magie strahlt das Ganze aus. “Angel Of Love“ ist eines der typischen romantischen Liebeslieder, und so ist es mehr als einmal, dass ich mich zurückversetzt fühle in solche Alben wie “Wired To The Moon“ oder “Shamrock Diaries“. Ganz zum Schluss hält dann noch eine ganz subtile Jazz-Stimmung Einzug mit dem schönen “Beautiful“.

Und so finden wir eine gelungene, abgehangene und gut gereifte Mischung geschmeidiger und eleganter Musik Marke Rea, sehr typisch und sehr angenehm, entspannt/entspannend und zugänglich.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Happy on the Road
2 Nothing Left Behind
3 Road Songs for Lovers
4 Money
5 Two Lost Souls
6 Rock My Soul
7 Moving On
8 The Road Ahead
9 Last Train
10 Angel of Love
11 Breaking Point
12 Beautiful

Besetzung

Chris Rea (vocals, guitar)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger