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Reviews

Hexx

Wrath Of The Reaper


Info

Musikrichtung: US Power Metal

VÖ: 15.09.2017

(High Roller Records / Soulfood)

Gesamtspielzeit: 51:40

Internet:

https://www.facebook.com/officialhexx

Hexx ist wieder so ein Spezialistending. 1984 und 1986 veröffentlichte die kalifornische Band zwei Alben, die netten amerikanischen Powermetal bot. Nach mehreren Umbesetzungen landete man ein paar Jahre später beim Death Metal und nach der Veröffentlichung der dritten Platte Morbid Reality war auch recht bald wieder Schluss. Vor ein paar Jahre ging es aber plötzlich wieder weiter und 2014 trat man reformiert auf dem Keep-It-True auf. Ganz so mitreißend war der Auftritt zwar nicht, aber Freunde des ganz alten Sounds waren froh, dass man sich wieder dem ursprünglichen Stil zuwandte.

Und genau diesen gibt es auf der Comeback-Platte Wrath Of The Reaper zu hören, auf der sich Hexx wieder in einer anderen Besetzung präsentieren. Von der Ursuppe ist lediglich Gitarrist Dan Watson übrig. Der hat aber verstanden, was die Fans hören wollen. Klassischer US Metal mit viel Power, vielleicht auch etwas angethrasht, mit knackigen Riffs, einem gesunden Maß an Melodie und eingängigen Refrains, vorgetragen von einer kantigen Stimme. Eddy Vega, der neue Mann am Mikro passt auch ziemlich gut mit einem Organ, das wie eine Mischung aus Rob Halford (Judas Priest) und David Wayne (Metal Church) klingt.

Stilistisch fühlt man sich durchaus zwischen ähnlich gelagerten Truppen wie Vicious Rumors oder Metal Church wohl. Die Songs sind knackig gespielt und geradlinig arrangiert. Nichts Ungewöhnliches, aber immerhin auch nicht langweilig und kompetent eingespielt. Ein Hauch von Nostalgie durchweht das Ganze aber zweifellos und Hexx dürften hiermit lediglich Leute hinter dem Ofen hervor locken, die sich sonst am liebsten schwermetallische Großtaten genehmigen, die zwischen 1984 und 1990 veröffentlicht wurden.

Anspieltipps kann ich gerne ein paar geben. Am besten liefen der knackige Opener „Macabre Procession Of Spectres“, das an „Painkiller“ angelehnte „Screaming Sacrifice“, das harte „Voices“ und das fast schon als halbballadesk zu bezeichnende „Dark Void Of Evil“ rein. Was neben dem Gesang gefällt, ist nebenbei die tendenzielle Verspieltheit der beiden Gitarristen.

Am Ende müssen sich Hexx für ihr Comeback Wrath Of The Reaper nicht schämen, es ist über weite Strecken recht gelungen. Aber wie gesagt, ist es doch nur für eine ziemlich eng gesteckte Zielgruppe bestimmt.



Mario Karl

Trackliste

1Macabre Procession of Specters4:01
2 Screaming Sacrifice4:10
3 Slave in Hell5:35
4 Swimming the Witch5:43
5 Dark Void of Evil4:32
6 Unraveled3:48
7 Voices4:09
8 Exhumed for the Reaping5:28
9 Circle the Drain5:20
10 Wrath of the Reaper4:10
11 Certificate of Death4:44

Besetzung

Eddy Vega: Vocals
Dan Watson: Guitars
Bob Wright: Guitars
Mike Horn: Bass
John Shafer: Drums

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger