····· Auf Album Nummer Fünf interpretiert Markus Kohl seine Klassiker neu ····· Nach den Studio-Alben werden nun auch ein Best of- und ein Live-Album von Pink Floyd auf Vinyl widerveröffentlicht ····· Für ihre Frühjahrs-Tour haben J.B.O. die Wiener Rammelhof als Support bestätigt ····· Europe zeigen neues Video ····· Die Erfurter Traditionsmetaller Macbeth rereleasen ihr zweites Demo als Vinyl-EP ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Offshore

Preen


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 01.09.2017

(KLAENG Records)

Gesamtspielzeit: 60:07

Internet:

http://www.offshorejazz.com/
http://www.klaengrecords.de/de/
http://www.uk-musikpromotion.de/profil.html

Offshore ist eine Band aus Köln. Die Jazzformation veröffentlicht mit Preen ihr drittes Studioalbum seit der Gründung im Jahre 2009. Gleich zu Beginn erinnert mich die Musik stark an jene des Vibrafonisten Gary Burton der Siebziger, damals auf dem Label ECM tätig.

Auf exzellenter Rhythmusarbeit von Bass und Schlagzeug wird den drei Solisten reichlich Spielraum für engagierte Soli gelassen. Sehr elegant und leidenschaftlich wird musiziert, die offensichtliche Spielfreude spiegelt sich unmittelbar wider und springt direkt in die Gefühlswelt des Hörers. Dabei ist es gleichgültig, ob energisch oder zurückhaltend agiert wird, Spontaneität, Lyrik im Ausdruck bei den ruhigen Stücken, immer passt es treffend. Und tatsächlich verdichtet sich im Laufe der Platte mein Gesamteindruck in Richtung der Musik des Labels ECM. So erinnert mich die Schlagzeugarbeit auch an Jon Christensen, und im Zusammenspiel der Band entdecke ich insgesamt einiges an Parallelen zum besonderen Klang, den die Musiker des Labels besonders in den Siebzigern ausstrahlten. Der Titelsong entführt uns jedoch weiterhin in jene Zeit der ganz frühen Siebziger, als Jazz und Rock sich vermehrt begannen zu paaren, das Wurlitzer spielt hierbei eine wichtige Rolle im Ausdruck des Songs.

Nur der Holzbläser Christoph Möckel ist eine Ausnahme davon. Zwar ist sein Spiel auch relativ zurückhaltend und schön melodisch im Ausdruck, doch assoziiere ich dann doch eher Kollegen wie Wayne Shorter und die Sechziger Jahre, was die Atmosphäre betrifft. Ungeachtet der wahrscheinlich verschiedenen Einflüsse und Vorlieben der Musiker bilden sie gemeinsam einen dichten und harmonischen Klangkörper, und sie bieten modernen Jazz auf hohem Niveau mit einem häufigen Griff in die Geschichte der Jazzkiste, aus der man die feinsten Zutaten gefischt hat, um sie zu einem hervorragenden neuen Ganzen zu vermengen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Gristle (5:23)
2 Skeyes (7:46)
3 Copeland (7:54)
4 Chamberlain (7:43)
5 Preen (4:59)
6 Debris Syndrome (7:40)
7 Adowa (6:56)
8 RAL (5:20)
9 Larch (6:23)

Besetzung

Christoph Möckel (tenor & soprano saxophone, clarinet)
Dierk Peters (vibraphone, compositions -#1, 5, 7, 8, 9)
Constantin Krahmer (piano, Wurlitzer e-piano, compositions -#2, 3, 4, 6)
Oliver Lutz (bass)
Fabian Rösch (drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger