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Reviews

Hard Working Americans

We’re All In This Together


Info

Musikrichtung: Jam Rock

VÖ: 04.08.2017

(Melvin Records)

Gesamtspielzeit: 79:56

Internet:

https://www.thehardworkingamericans.com/
http://oktoberpromotion.com/de
http://www.thirtytigers.com/

Jam-Bands haben eine lange Tradition, angefangen bei The Grateful Dead und The Allman Brothers Band.
Jeder mag hier seine eigene persönliche Referenz haben und in der Weiterentwicklung sind zwischenzeitlich viele neue Bands auf dieser Bühne erschienen. Für Freunde von neuzeitlichen Klängen wie von Widespread Panic, Drive-By Truckers, Tedeschi Trucks Band oder North Mississippi Allstars dürften die Hard Working Americans eine gute Wahl sein. Diese Live-Platte, We’re All In This Together, ist ihre dritte Veröffentlichung nach 2014. Man kann guten Gewissens von einer Art Supergroup sprechen, rekrutierte sich diese Band doch aus Mitgliedern von Widespread Panic, Chris Robinson Brotherhood und Great American Taxi, plus Todd Snider als Sänger.

Etliche Livealben haben den Weg einiger Bands geebnet, hier sei noch einmal The Allman Brothers Band genannt, und so mag auch diese CD möglicherweise einen kräftigen Schub nach vorn bringen.
Jedenfalls haben die Songs und ihre Interpretation das Zeug dazu. Gleich zu Beginn erinnert es mich an The Grateful Dead und auch an den Song “Willie And The Hand Jive“, den Klassiker mit diesem speziellen Rhythmus, bei dem Jeder mit muss. Die Aufnahmen stammen von der letztjährigen Tour, meist aus einer Show in Iron City, Birmingham, Alabama. Die Songs sind im Einzelnen nie sehr lang geraten und liegen etwa zwischen vier und sechs Minuten, nur “I Don’t Have A Gun“ mit etwas über neun Minuten und “Something Else“ mit etwa achteinhalb Minuten sprengen diesen Rahmen.

Dennoch – der Jam-Charakter ist jedem Song eigen, denn dieses entspannte Gefühl und die ausführlichen Soli der Gitarren sprechen eine deutliche Sprache. Ein kollektiver Geist scheint unter den Musikern zu herrschen, die Band spielt ganz dicht zusammen und die Interaktionen kommen wie im Schlaf. Neben den entspannten Songs gibt es allerdings auch trockene „Rocker“, “Stomp And Holler“, und ganz besonders die zum Schluss aufgefahrene Version von Chuck Berry’s “School Day (Ring! Ring! Goes The Bell)“. Aber auch Freunde feiner schleppender und Gänsehaut erzeugender Balladen kommen nicht zu kurz, hier empfehle ich “Ascending Into Madness“ und das nachfolgende “Burn Out Shoes“. Nachbessern könnte aus meiner Sicht noch der Sänger Snider, dem etwas mehr Fülle, Klarheit, Sicherheit und Elastizität in der Stimme gut stehen würden.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Mission Accomplished
2 I Don’t Have A Gun
3 Stomp & Holler
4. Roman Candles
5. Something Else
6. Ascending Into Madness
7. Burn Out Shoes
8. Another Train
9. We’re All In This Together
10. Is This Thing Working?
11. High Price of Inspiration
12. Run A Mile
13. School Day (Ring! Ring! Goes The Bell)

Besetzung

Todd Snider (vocals)
Dave Schools (bass)
Duane Trucks (drums)
Neal Casal (guitars)
Chad Staehly (keyboards)
Jesse Aycock (guitars)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger