····· Benny Andersson erfindet sich und einige seiner Klassiker auf (dem) Piano neu ····· Kommendes Robert Plant-Album kann bereits vorbestellt werden ····· Black Sabbath feiern ihre frühen Jahre mit monumentalem Box-Set  ····· Neues Album von Robert Plant steht bald bevor ····· Erneuter Vorgeschmack auf die neue Platte von Death From Above ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Skinflint

Chief of the Ghosts


Info

Musikrichtung: Heavy Metal

VÖ: 07.07.2017

(Pure Steel / Soulfood)

Gesamtspielzeit: 37:14

Internet:

http://www.skinflintmetal.com

Also Innovation geht anders. Es sei denn man hält die Idee, in Botswana eine Heavy Metal Band zu gründen schon für eine Innovation. Stilistisch wirkt sich das relativ wenig aus. Es werden zwar einige Stücke in der dortigen Amtssprache Setswana gesungen – aber wenn ich ehrlich bin, fällt das eigentlich vor allem dadurch auf, dass die Titel plötzlich „Igungo“ oder - noch besser - „ Ndondoncha“ heißen.

Das Ganze geht als guter solider Epik-Metal aus der zweiten Liga durch. Und wenn man dann tatsächlich auch „schwarze“ Elemente in der Musik von Skinflnt findet, dann sind das solche, die man weniger mit dem schwarzen Kontinent, als eher den düstern Wäldern Skandinaviens oder Englands verbindet. Irgendwo zwischen Maiden und frühen Trouble lässt sich das Ganze wohl am Besten verorten.

Wenn sich die Solo-Gitarre beim „Borankana Metal“ auf einem groovenden Fundament präsentiert, klingt das fast wie ein Live-Aufnahme. „Anyoto Aniota“ zieht Dich in einen Mahlstrom düsteren Metals hinein, während sich „Rainbow Snake“, eher düsterer Hard Rock als Metal, eine fast tänzerisch fröhlich wirkende Gitarre erlaubt. Auch „Milk Fever“ schraubt das Aggressionslevel herunter, gleicht das durch ein Klasse Riffing wieder aus.

Die beiden letztgenannten Stücke bilden zusammen mit dem Opener die Highlights auf „Chief of Ghosts“.

Fazit: Skinflint können wesentlich mehr, als das Fach “Afrika“ im Heavy Metal Regal zu eröffnen. Und wer nach dem Hören von „Chief of Ghosts“ Blut geleckt hat wisse, dass die Band seit 2009 bereits fünf weitere Alben veröffentlich hat.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Borankana Meta 2:57
2 Ram of Fire 4:17
3 Igungo 4:41
4 Anyoto Aniota 4:56
5 Ndondoncha 3:12
6 Rainbow Snake 4:32
7 Milk Fever 3:11
8 Anger of the Spirits 4:41
9 Chief of the Ghosts 4:51

Besetzung

Giuseppe Sbran (Voc, Git)
Kebonye Nkoloso (B)
Sandra Sbrana (Dr)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger