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Reviews

Born 53

A Talent Unrecognized


Info

Musikrichtung: Folk Rock

VÖ: 19.05.2017

(Big Note Production)

Gesamtspielzeit: 45:57

Internet:

http://www.hemifran.com/index.html
https://de-de.facebook.com/Born53/

“Tom and I drank gallons of beer and pissed it out at Travalgar Square“, nach noch nicht einmal einer Minute kommt die Band textlich gleich zur Sache. Der Song “Looking For Marie Jones“ beginnt mit Mandoline und atmet ein wenig von der Stimmung der Band McGuinness Flint, und schon bald ist auch schon dieser Hauch Bob Dylan spürbar. Bereits zur Platte “Thieving In The Alley“ hatte ich bemerkt, dass diese 2003 in Stockholm gegründete Band Born 53 in Richtung Dylan orientiert, war dieses jedoch auch eindeutig dem Umstand beizumessen, dass man auf jener Platte ausschließlich Stücken des Meisters bediente, um diese auf ihre besondere Art zu interpretieren.

Auf A Talent Unrecognized gibt es (fast) nur Eigenkompositionen, halt – bis auf ”Forgetful Heart”, geschrieben von, na? Bob Dylan, richtig, und von Paddy MacAloon gibt es “Devil Came A-Callin’”. Im Übrigen liegt mir das nun fünfte Album vor und eine deutliche Entwicklung ist deutlich zu vernehmen. Die Band ist zum Quartett geschrumpft, Sängerin und Violinistin Karin Hagberg fehlt jetzt. Recht verschiedene Einflüsse haben Einzug gehalten, ob es nun verstärkt Anklänge an den Blues alter Tage sind, oder der Einsatz von Perkussion, zum Beispiel prägend der Einsatz der Djembe auf “Forgive“. “Crimson Red And Aqua Blue“ rockt gar ein wenig dezent und bringt ein wenig Druck in die Musik, aber dann auch nur wirklich ansatzweise, denn diese Stimmung paart sich mit folkigen und bluesigen Einflüssen und durch den Chorgesang wird noch eine Spur von zarter Raffinesse eingebaut.

Genau – eingebaut, und zwar auf recht subtile und feinfühlige Art und Weise, hat man einige Zutaten, und das wirklich treffend und dazu führend, dass in jedem Song gute Abwechslung zu vernehmen ist. Mit afrikanischen Elementen glänzt das eindringlich gespielte Instrumental “The Spin“, schön mit der Kalimba unterstrichen. Mit einem Livestück werden wir verabschiedet, aufgenommen in der Real Music Bar im Dezember 2016, und hier zeigt die Band, dass sie auch live klingt wie im Studio, sehr professionell. Insgesamt hat man mit dieser Platte eine sehr gelungene Produktion vorgelegt, die im Bereich des Folk Rocks eine ganz moderne, auf der Tradition basierende Musik vorstellt.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Looking For Marie Jones
2 A Talent Unrecognized
3 Forgetful Heart
4 The Trail
5 Forgive
6 Crimson Red And Aqua Blue
7 Morning Song
8 The Spin
9 Devil Came A’ Callin’
10 The Great Liberator
11 The Sleepless
12 Man In A Stetson Hat

Besetzung

Hans Birkholz (acoustic & electric guitars, resonator-, baritone-, tenor-, hi-string-, lapsteel and Weissenborn guitars, ukulele, charango, kalimba, sonic gadgets)
Jörgen Larsson (drums, percussion and djembe)
Asa Källen Lindh (lead and backing vocals, electric guitars, mandolin and percussion)
Anders Lindh (lead and backing vocals, acoustic guitar, electric guitar, bass guitar, guitarlele, piano and percussion)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger