····· Zum Start der Tour de France erscheint der komplette Kraftwerk-Backkatalog neu ····· Joe Bonamassa stellt sein neues Live Album vor! ····· Cris Rellah: Neues Album «Crossroads» erscheint am 12. Mai und aktuelles Video zu "Music" ····· Neues Video von Astral Doors ····· St. Kitts Royal Orchestra - neues Video "I Could Be You" und Album Isadora am 21. April ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Ply

Sans Sesse


Info

Musikrichtung: Experimental / Chanson Noir

VÖ: 10.10.2016

(Warm)

Gesamtspielzeit: 30:45

Internet:

http://www.mathiasdelplanque.com

Ply sind eine neue gemeinsame Spielwiese der Experimental-Musiker Mathias Delplanque (Elektronik, Gitarre, Komposition), Pierre Bouglé (Schlagzeug, Gitarre) und Guillaume Ollendorff (Gesang, Gitarre, Elektronik). Die Zusammenarbeit entstand auf Grund der Tatsache, dass Mathias Delplanque und Guillaume Ollendorff ohne voneinander zu wissen 2001 Alben veröffentlichten, die sehr ähnlich klangen. Man traf sich dann das erste Mal 2011 in Berlin, um zusammen mit Pierre Bouglé mit Aufnahmen zu beginnen, die nun unter dem Titel Sans Sense vorliegen.

Obwohl die beiden Hauptakteure unter dem Siegel der Experimental-Musik stehen, sehen sie sich selber als Teil des Chanson Francaise. Dem kann ich durchaus entsprechen, sofern man diesen in dem dunklen Ton des Trios noch so bezeichnen kann. Das Eröffnungsstück “Tapis Perses“ kommt mit sehr dunklem Schlagzeuspiel daher, es werden nur wenige Bassdrumklänge eingesetzt. Darüber kreist ebenso dunkle Elektronik und der gesprochene Text klingt auch nicht fröhlicher, eher ein wenig bedrohlich. Gitarrenklänge tauchen genauso sporadisch gespielt auf, wie verschiedene Perkussionsklänge. Dazu dunkle Drones unheilvoll im Untergrund. So entsteht über 12 Minuten ein sehr dunkler, aber atmosphärischer Soundtrack Noir. Und damit ist auch der Grundsound des Albums definiert. Im Titelstück kreist die Elektronik dunkel über dem Zuhörer. Dunkle, pulsierende Bässe treiben das Stück voran und ein psychedelischer Sound aus Geräuschen, Gitarre und Elektronik entwickelt sich.

Die Mixtur auf Sans Sesse ergibt eine ergreifende, dunkle und durchaus auch psychedelische Landschaft. Doch diese Landschaft scheint eine unheilvolle, gefährliche zu sein. Sans Sesse klingt für mich wie ein perfekter Soundtrack zu Schwarz-Weiß-Klassikern wie "Nosferatu" oder "Dr. Mabuse".

Eine sehr spannende, tiefe Angelegenheit. Aber besser nicht zu diesen Klängen einschlafen.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

Seite 1
Tapis Perses 12:32
Au Point Où J'en Suis 3:36

Seite 2
Sans Cesse 5:43
Vers 5:38
Lament 3:16

Besetzung

Drums, Guitar: Pierre Bouglé
Electronics, Noises, Guitar: Mathias Delplanque
Lyrics, Vocals, Electronics, Guitar: Guillaume Ollendorff

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger