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Reviews

3 Doors Down

Seventeen Days


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 14.02.2005

(Universal)

Gesamtspielzeit: 51:42

Internet:

http://www.3doorsdown.de

3 Doors Down - eine Band aus den Südstaaten der USA, die sich seit ihrer Gründung 1998 über einen sensationellen Erfolg freuen darf. 10 Millionen verkaufte Tonträger verhalfen ihnen zu Mulitiplatin-Status. Damit zählen sie neben Nickelback sicher zu den angesagtesten, im weitesten Sinne kommerziellen Rockbands der letzten Zeit.
Das alles liest sich beeindruckend, auf dem Papier. Doch die eigentliche Frage ist, was steht hinter diesen Fakten?

Eines gleich vorweg: Fans von 3 Doors Down werden mit diesem Album hoch zufrieden sein und brauchen eigentlich gar nicht mehr weiterzulesen. Denn die Band macht genau da weiter, wo sie mit ihrem Vorgängeralbum Away From The Sun aufgehört hat. "Let Me Go" wird die erste Singleauskopplung des neuen Albums Seventeen Days sein, genau so gut hätte man aber auch fast jedes andere Stück auswählen können. Das kann man jetzt positiv werten, oder eben nicht. Das Problem ist, dass sich alle Stücke ähneln, sowohl was Aufbau als auch Arrangement betrifft. Ob es nun die zahlreichen Midtempo Stücke oder die nicht sonderlich häufigen härteren Songs sind, alles klingt wie aus einem Guss.

Zumindest "Landing In London" hebt sich wohltuend davon ab. Das Lied wurde zusammen mit Altrocker Bob Seger aufgenommen, welcher bei der Zielgruppe allerdings kaum die Glocken läuten lassen dürfte.

Wenn man sich einzelne Stücke von Seventeen Days anhört, können diese richtig gut kommen. Als Ganzes kann man dieses Album allerdings als ziemlich langweilig bezeichnen. Keine großen Ideen, nichts Neues, und auch kein richtig dicker Hit á la "Kryptonite", von dem die Band wohl heute noch zehrt. Mal ehrlich, wer nach diesen 14 Tracks nicht gelangweilt ist, ist wirklich leicht zu unterhalten.

Worin liegt also das große Erfolgsrezept von 3 Doors Down? Vielleicht liegt es daran, dass diese Band wie keine zweite Rock für eine Generation von Radiohörern mit unnachahmlicher amerikanischer Attitüde und viel Pathos verpackt. Wenn man Seventeen Days in den Händen hält, hat man in jeder Sekunde den Eindruck, ein großes Album vor sich zu haben. Auch wenn der Inhalt recht belanglos ist, toll verpackt ist das ganze allemal.

Bei aller Kritik darf man jedoch eines nicht vergessen: Seventeen Days ist ein grundsolides Rockalbum. Es ist allgemein verträglich und somit interessant für eine breite Hörerschaft. Und vielleicht liegt das Erfolgsrezept des Quartetts genau darin.

3 Doors Down sind irgendwie vergleichbar mit Äpfeln: Nur die wenigsten würden Äpfel als ihr Lieblingsessen bezeichnen, aber es gibt kaum jemanden, der sie nicht isst.



Alexander Koschny

Trackliste

1Right Where I Belong2:31
2It's Not Me3:14
3Let Me Go3:52
4Be Somebody3:15
5Landing in London4:31
6The Real Life3:52
7Behind Those Eyes4:19
8Never Will I Break3:50
9Father's Son4:12
10Live for Today3:47
11My World2:55
12Here By Me3:47
13Here Without You (Acoustic)3:52
14Away From The Sun (Acoustic)3:45

Besetzung

Brad Arnold - lead vocals, drums
Matt Roberts - guitar
Todd Harrell - bass
Chris Henderson - guitar

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger