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Reviews

Alexandre Danilevski

Koans. Fragments of Consciousness.


Info

Musikrichtung: (Neo-)Klassik, Alte Musik

VÖ: 05.2016

(Centaur Records [CRC 3489])

Gesamtspielzeit: 50:31

Internet:

http://www.danilevski.info
http://www.ensemblesyntagma.net
http://www.ensemble-surplus.de

Koans. Fragments of Consciousness. ist nach The Uncertainty Principle (2012) die zweite CD mit Einspielungen der Kompositionen von Alexandre Danilevski. Der Komponist und Lautenist ist sicherlich manchem Freund Alter Musik als Leiter des renommierten Ensemble Syntagma (u.a. Songé .I. Songe [2015] und Rosa e Orticha [2011]) bekannt, welches auch auf Koans. Fragments of Consciousness. zu hören ist. Daneben ist noch das Ensemble Surplus beteiligt, welches für seine musikalische Offenheit, die oft den Rahmen von traditionellen Konzerten sprengt, berühmt ist. Und dies hört man auch dieser CD an.

Beiden Ensembles vereinen ihre musikalischen Stärken und geben der Musik Alexandre Danilevskis dieses gewisse Etwas, was diese CD aus der Masse heraushebt. Hier sind Meister ihres jeweiligen Faches am Musizieren. Es gelingt den Solisten, sich ganz der Musik hinzugeben und eine Einheit zu bilden, die man selten zu hören bekommt. Umso erstaunlicher, da das Ensemble Surplus erst mit Betreten des Studios die Noten bekamen. So sind die Interpretationen mit einer vom Komponisten geplanten Konfusion und Unsicherheit entstanden, die sich umso mehr als sehr fruchtbar für das Klangergebnis herausstellte. Daran erkennt man schon die Qualität der beteiligten Musiker. Die gesamten Aufnahmen entstanden innerhalb von zwei Tagen in der St. George Kirche in Essey-lès-Nancy (Frankreich). Ein traumhafter Klang lässt die CD so zu einem Klangerlebnis allerhöchster Güte werden.

Die Kompositionen von Alexandre Danilevski lohnen, sich diese in aller Ruhe und Stille zu Gemüte zu führen. Koans. Fragments of Consciousness. beschäftigt sich mit mit der Zen-Kultur und Philosophie, speziell eben der Koan Literatur, die den Stil der Zen-Texte stark beeinflusst hat. Alexandre Danilevski wendet diese Philosophie auf seine Musik an. Dabei sind ruhige, manchmal fast statische, dann wieder dahinfließende Kompositionen entstanden, die einen ganz eigenen Stil markieren. Am ehesten vielleicht mit Kompositionen von Arvo Pärt vergleichbar, aber doch ganz eigenständig. Alte Musik wie gregorianische Gesänge und zeitgenössische Klänge werden zu einem leicht hörbaren Gemisch verschmolzen. Leicht hörbar bedeutet nicht, dass sie einfach wären. Nein, die Musik ist vielschichtig angelegt und man benötigt Zeit, um sie in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Es öffnen sich Klangwelten, die den Hörer ganz gefangen nehmen.

Koans. Fragments of Consciousness. ist eine CD, die man nur empfehlen kann. Ein Highlight des Jahres 2016, welches die Höchstwertung mehr als verdient hat!



Ingo Andruschkewitsch

Trackliste

1One moon, many reflections6:53
2 Go back the way you came3:19
3 Seek and you shall not find4:11
4 Gateless gate4:08
5 Look with closed eyes3:53
6 Right & Left3:20
7 Yügen2:34
8 Prior to language3:22
9 Without a reason3:22
10 DI-DA-DU-DA2:52
11 Words and leaves4:54
12 Unnamed4:36
13 The empty mirror3:07

Besetzung

Ensemble Syntagma:
Mami Irisawa: Sopran
Akira Tachikawa: Countertenor
Giovanni Cantarini: Tenor

Ensemble Surplus:
Beverly Ellis: Cello
Nicola Miorada: Klarinette
Christian Kemper: Oboe
Charlotte Dibbern: Violine
Kai Littkopf: Vibraphon, Percussion

Gast:
Nathalie Grasser-Dietz: Violine (#12)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger