····· Uriah Heep sehen auf ihr silbernes Album-Jubiläum voraus ····· Die Eurythmics sind für die Einführung in die Rock & Roll Hall of Fame 2018 nominiert - Wiederveröffentlichung aller Alben auf Vinyl ····· Joe Bonamassa auf Tour!  ····· P!NK: exklusive Karten für ProSieben-Konzert zu gewinnen ····· Aus Japan kommt wieder Loudness  ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Abaji

Route & Roots


Info

Musikrichtung: Türkisch-armenische Folklore

VÖ: 18.3.2016

(Absilone Records/ Galileo MC)

Gesamtspielzeit: 55:54

Internet:

http://www.facebook.com/ABAJIMUSIC/

Als Abaji, libanesischer Oud-Spieler, vor einigen Jahren auf der Szene auftauchte, präsentierte er arabische Instrumentalmusik in einer modernisierten Weise, wie man es bis dahin kaum gehört hatte. Eine Art Oriental Techno Jazz. Doch irgendwann präsentierte er sich plötzlich völlig akustisch, kooperierte mit türkischen Musikern, begab sich offenbar auf die Suche nach der Musik seines ethnischen Hintergrunds. Als Sohn eines armenisch-griechischen Vaters und einer armenisch-syrischen Mutter hat er auch viele Ansätze. Hinzu kommt die Erfahrung von Auftritten in rund dreißig Ländern. Nun reiste er in die armenische Hauptstadt Jerewan mit einem mobilen Studio und nahm dort Musik mit dem Duduk-Spieler Vardan Grigoryan auf und ergänzte dies mit dem kurdischen Musiker Mahmut Demir in Paris. Letzterer spielt Kabak Kemane, die dreisaitige türkische Kürbisgeige. Abaji selbst spielt neben seiner Oud, Bouzouki, Klarinetten, Kemence, Perkussionsinstrumente und vieles mehr und er singt auch. Das Foto auf der Innenhülle gibt eine Übersicht zum Instrumentarium.
Die Musik klingt sehr improvisiert, ist auch bezüglich der armenischen Mitschnitte eine Art Feldaufnahme, nicht in einem Tonstudio, sondern in einer Pension entstanden. Angeblich sind sich Türken und Armenier ja nicht gut gewogen, jedoch scheint die Musik mal wieder solche Dinge aufzuheben. Musikalisch erlebt man im Grunde das strikte Gegenteil zu Abajis frühen technoiden Alben. Hier ist alles akustisch, spirituell, es gibt keine wilden Soli, kaum Rhythmik, dafür die Vielfalt der Instrumente der jeweiligen Folklore. Leise und bedächtig ist diese Musik und sieht man das Cover, die Seele der dortigen kargen Landschaften erfassend. Selten, dass ein Musiker, der anfangs fast wie ein Electronic-Freak wirkte, eine solch völlig andere Seite zeigen kann.



Hans-Jürgen Lenhart

Trackliste

1Ana Alwalad4:09
2 Route&Roots3:00
3 Hope3:43
4 Kadikoy3:29
5 Essaouira3:49
6 Houbbi3:38
7 Serenity2:44
8 L'Oriental Desoriente3:20
9 Peace Crusade2:07
10 Chou Sar Bil Nar3:24
11 Armenian Prayer3:00
12 Youn Soud3:34
13 Yanssoun3:22
14 Plenitude3:07
15 'Ajib3:30
16 Amour Infini3:10
17 Vent d'Erevan2:48

Besetzung

Abaji: Oud, Bouzouki, Klarinetten, Kemence, Perkussionsinstrumente, Gesang
Mahmut Demir: Kabak Kemane
Vardan Grigoryan: Duduk

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger