····· Uriah Heep sehen auf ihr silbernes Album-Jubiläum voraus ····· Die Eurythmics sind für die Einführung in die Rock & Roll Hall of Fame 2018 nominiert - Wiederveröffentlichung aller Alben auf Vinyl ····· Joe Bonamassa auf Tour!  ····· P!NK: exklusive Karten für ProSieben-Konzert zu gewinnen ····· Aus Japan kommt wieder Loudness  ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Annihilator

Suicide Society


Info

Musikrichtung: Thrash Metal

VÖ: 18.09.2015

(UDR Music)

Gesamtspielzeit: 45:08

Internet:

http://www.annihilatormetal.com
https://www.facebook.com/pages/Annihilator/9614139730

Nach zwölf Jahren ist sie nun zu Ende, die Annihilator-Ära mit Dave Padden. Mehr aus der Not heraus greift Jeff Waters also wieder selbst zum Mikro. Das tat er ja bereits drei Alben Lang Mitte der 90er. Das Ergebnis war damals schon nicht schlecht. Also sollte man sich auch bei der neuesten Platte seines Bandprojekts keine Sorgen machen.

Und so ist es auch. Stimmlich weiß Waters was sein Baby braucht. Der Wechsel am Mikro bringt sogar wieder ein wenig Frische in das Ganze. Musikalisch geht mit Suicide Society ein kleiner Schwenk in Zeiten von King of the kill und sogar Set the world on fire einher. Denn so abwechslungsreich und teils auch melodisch hörte man Annihilator die letzten Jahre selten.

Los geht’s mit dem groovigen Midtempo-Titeltrack, der nicht nur lässig vor sich hin schiebt, sondern auch einen ziemlich eingängigen Refrain besitzt. Darauf folgt mit „My Revenge“ ein ruppiger Thrasher, bei dem das tendenziell einfache Songwriting von der mal wieder tollen Gitarrenarbeit abgefangen wird. Denn in dieser Hinsicht lässt sich Jeff Waters die Wurst nach wie vor nicht vom Brot ziehen. Denn eine solche Shredding-Power und gleichzeitig eine derartiges Gefühl für Harmonien und filigrane Parts haben nur wenige Gitarristen in diesem Bereich.

Das macht auch weniger spannende Nummern wie „Death Scent“ oder tief und schwer groovende „The One You Serve“ gut hörbar. Spannender sind dafür andere Songs. So zum Beispiel das von einem A-Capella-Part eingeleitete und vom kernigen Dampfhammer-Riffing angetriebene und einem melodischen Refrain abgefangene „Snap“ oder der typische Annihilator-Thrash von „Narcotic Avenue“. Komplett aus der Reihe schlägt das abschließende „Every Minute“: eine feinfühlige, dynamische Power-Ballade mit Melodie und Schmackes.

Songwriting-Meister sind andere. Aber als Gesamtpaket überzeugt Suicide Society. Ein gutes Album in einer langen Reihe, in der es durchaus den einen oder anderen Ausfall gab. Da muss eine Größe wie Megadeth erst einmal nachziehen.



Mario Karl

Trackliste

1Suicide Society3:50
2 My Revenge5:06
3 Snap4:54
4 Creepin' Again4:16
5 Narcotic Avenue5:19
6 The One You Serve5:45
7 Break, Enter5:47
8 Death Scent5:11
9 Every Minute5:00

Besetzung

Jeff Waters (Gesang, Gitarre, Bass)
Mike Harshaw (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger