····· Auf Album Nummer Fünf interpretiert Markus Kohl seine Klassiker neu ····· Nach den Studio-Alben werden nun auch ein Best of- und ein Live-Album von Pink Floyd auf Vinyl widerveröffentlicht ····· Für ihre Frühjahrs-Tour haben J.B.O. die Wiener Rammelhof als Support bestätigt ····· Europe zeigen neues Video ····· Die Erfurter Traditionsmetaller Macbeth rereleasen ihr zweites Demo als Vinyl-EP ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Steve Stevens

Atomic Playboys


Info

Musikrichtung: Metal

VÖ: 04.08.1989

(Warner)

Gesamtspielzeit: 50:24

Internet:

http://www.billyidol.net/steve-stevens

Billy Idol Sidekick Steve Stevens legte 1989 sein Solo Debüt Atomic Playboys vor – eine fantastische Metal-Scheibe ohne einen einzige Ausfall, die einen fragen lässt, warum der Ausnahmegitarrist nicht öfter unter eigenem Namen in der Öffentlichkeit erscheint, statt seine Fähigkeiten immer nur anderen Künstlern zu leihen.

Eigentlich müsste diese Review aus elf Jubelarien bestehen – für jeden Track eine. Mit Mut zur Lücke werfen wir nur einige Schlaglichter.

Da wäre zum einen das Cover des Sweet-Klassikers „Action“. Hier gelingt es Stevens fantastisch den am Hard Rock schrammenden Pop Song in die ästhetische Sprache des Heavy Metal zu übersetzen. Damit beweist er seinen Blick für das Potenzial dieses Stückes ebenso, wie das Wissen um die Bedeutung eingängiger Kompositionen.

„Desperate Heart“ ist die Quotenballade des Albums, kein Jahrhundertsong, aber eine emotional gelungene Metal Ballade.

Der Titelsong ist ein brillantes Beispiel für einen gut aufgebauten Metal Song. Er steigt mit elementarer Metal Power ein. Die Riffs drängen nach vorne. Die Stimme ist im positiven Sinn aggressiv. Und dann schaltet Stevens deutlich runter. Ein ruhiger Instrumentalpart in der Mitte gibt dem Stück Luft zum Atmen und betont gleichzeitig die Power der anderen Parts. Eine Nummer kleiner, aber ähnlich strukturiert, zeigt sich „Soul on Ice“.

Das ruhige filigrane „Evening Eye“ setzt einen Kontrapunkt im Programm.

Highlight ist das von Bläsern verstärkte „Power of Suggestion“, ein massiv groovender Rocker mit leicht funkigem Anstrich.

Die Scheibe gehört in jede Metal Sammlung!



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Atomic Playboys 5:47
2 Power of Suggestion 4:36
3 Action 4:42
4 Desperate Heart 4:29
5 Soul on Ice 3:56
6 Crackdown 5:45
7 Pet the hot Kitty 4:02
8 Evening Eye 3:55
9 Woman of 1000 Years 4:19
10 Run across the Desert Sands 3:53
11 Slipping into Fiction 4:40

Besetzung

Steve Stevens (Git, B, Voc, Lead Voc <9>)
Perry McCarty (Voc)
Thommy Price (Dr)
Phil Ashley (Keys)

Gäste:
Kasim Sulton (B <1>)
Anton Fig (Dr <4,8>)
Chris Botli (Bläser <2>)
Kent Smith (Bläser <2>)
Mike Davis (Bläser <2>)
Andy Snitzer (Bläser <2>)
Daniel Wolensky (Bläser <2>)
Beau Hill (Back Voc)
Paul Winger (Back Voc)
Natt Winger (Back Voc)
Paulette Brown (Back Voc <2,9>)
Bunny Hull (Back Voc<2>)
Fiona (Female Voc 4>)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger