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Reviews

Mantar

Death By Burning


Info

Musikrichtung: (Sludge) Metal

VÖ: 07.02.2014

(Svart Records / Cargo)

Gesamtspielzeit: 44:33

Internet:

http://mantarband.blogspot.de
https://www.facebook.com/MantarBand

Das deutsche Duo Mantar liefert mal wieder den Beweis ab, dass Musik nicht angenehm oder schön sein muss, um zu begeistern. Denn so klingt ihr Sound ganz und gar nicht. Sondern wüst, kantig, düster und äußerst widerspenstig. Scheint ganz so, als hätten die beiden Musiker die schmutzige Essenz des Rock'n'Roll solange destilliert, bis nichts mehr als reine Urgewalt zurück blieb. Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen brauchen Mantar nicht mehr als Schlagzeug, Gitarre und Stimme. Dies an sich ist ja gar nicht so außergewöhnlich. Das haben nicht zuletzt Black Cobra immer wieder gezeigt. Doch Mantar klingen trotzdem ziemlich eigenwillig - und freigeistig. Genregrenzen scheinen dem Duo völlig egal zu sein. Der punkige Charme von DIY schimmert stark durch.

Das Debüt Death By Burning ist beileibe kein einfaches Album. Über weite Strecken klingt es fast ein wenig zäh. Oder sollte man es einfach nur gnadenlos heavy nennen? Mit „Spit“ legt man jedenfalls schon mal schwer marschierend los. Zu rollenden Drums und groovendem Riffing gesellt sich aufgekratzter Gesang. Nur der eingeworfene Schrei-Chorus sorgt dafür, dass man richtig hängen bleibt. Trotzdem schon mal eine gute Einleitung. Ein richtiges Highlight findet man dafür mit „Astral Kannibal“ an dritter Stelle. Düster und äußerst mitreißend zeigen sich Mantar dort. Wobei, diese Dunkelheit zieht sich eigentlich durch die ganze Platte und verleiht dem Ganzen seine eigenwillige, biestige Ausstrahlung, die einen vielleicht erst einmal etwas abschrecken mag. Wohlfühlmusik klingt definitiv anders.

Möchte man stilistische Vergleichsmöglichkeiten heran ziehen, so nimmt man neben den erwähnten Black Cobra die schnodderige Performance von Motörhead, die Abgedrehtheit der Melvins sowie die Herangehensweise neuerer Darkthrone. Doch erfasst hat man das Ganze damit noch lange nicht. Als Tor in die Welt von Mantar empfehlen sich unter anderem der extrem eindringliche Stampfer „Into the Golden Abyss“, das rockig-straighte „The Huntsmen“ oder das sich beständig intensiver steigernde „White Nights“.

Diesen ausgestreckten Mittelfinger von einem Album sollte man mal antesten!



Mario Karl

Trackliste

1Spit4:52
2 Cult Witness4:36
3 Astral Kannibal4:26
4 Into the Golden Abyss3:43
5 Swinging the Eclipse4:02
6 The Berserker's Path2:28
7 The Huntsmen3:54
8 The Stoning2:52
9 White Nights5:51
10 March of the Crows7:49

Besetzung

Hanno Klänhardt (Gesang, Gitarre)
Erinc Sakarya (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger