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Reviews

Tanita Tikaram

Ancient Heart


Info

Musikrichtung: Singer / Songwriter

VÖ: 09/1988

(WEA / Warner)

Gesamtspielzeit: 43:45

Internet:

http://www.tanitatikaram.net

Tanita Tikaram war einer der berühmten überraschenden Blitzeinschläge. Als völliger No Name veröffentlichte sie am 10. Oktober 1988 ihre Single „Twist in my Sobriety“. Danach war die Welt für die in Münster aufgewachsene Commonwealth Britin eine andere. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichte das als zweite Single aus dem Debütalbum Ancient Heart ausgekoppelte Stück die Top Ten der jeweiligen Hitparade. Das Album erreichte in Folge dieses Erfolges in allen drei genannten Ländern die Pole Position der Charts.

Kaum zu glauben, dass dieses ungeheuer reife und erwachsene Album ein Debüt war, noch dazu von einer Neunzehnjährigen, die sämtliche Stücke allein geschrieben hat.

Tanita Tikaram reiht sich mit diesem Album vom Start weg sehr eigenständig in die Riege weiblicher Songwriter ein. Ancient Heart hat deutliche Wurzeln im britischen Folk (Tanita kehrte mit ihren Eltern im Alter von zwölf Jahren nach England zurück), ist aber ganz gewiss kein Folk Album. Ebenso wenig ist es ein Jazz-Album, obwohl sich gelegentlich Jazz-Elemente finden lassen.

Auch wenn Tanita Tikaram gelegentlich spartanisch instrumentiert oder akustisch an die Arbeit geht, wirkt ihr Auftritt durchgehend kraftvoll, so dass man sich immer wieder einmal überlegt, ob man sie nicht lieber im Rock-Bereich ablegt, als bei den Songwritern. Aber auch hier gilt: Das wäre eine falsche Vereinnahmung. Ihrer kraftvoll sonoren Stimme hat sie es zu verdanken, dass sie sich so deutlich aus dem Singer / Songwriter Bereich heraushebt.

Und so sind es vor allem die kräftigeren Stücke, wie „World outside your Window“, das eröffnende „Good Tradtion“, der Überhit „Twist in my Sobriety“ und das nach drei sehr verhaltenen Minuten explodierende „He likes the Sun“, die die Erinnerung an das Album prägen.

Aber auch das fast kammermusikartige „Valentine Heart“, die Miniatur „Poor Cow“, deren Gitarrenarbeit an Ry Cooder erinnert, oder das leicht beschwingte „Sighing Innocents“ sind wunderbare Perlen, die auf anderen Alben eine Ausnahmestellung beanspruchen würden.

Verdientermaßen ein Klassiker!



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Good Tradition 2:49
2 Cathedral Song 2:51
3 Sighing Innocents 3:31
4 I love you 2:45
5 World outside your Window 4:52
6 For all these Years 5:13
7 Twist in my Sobriety 4:50
8 Poor Cow 1:56
9 He likes the Sun 5:26
10 Valentine Heart 4:04
11 Preyed upon 5:03

Besetzung

Tanita Tikaram (Voc, Git <1,3,5,7,8,9,11>)
Rod Argent (Keys)
Peter van Hooke (Dr)
Rory MacFarlane (B)

Mitch Dalton (Git <2,4,8>)
Mark Creswell (Git <5,9>)
Marc Ribot (Git <3>, Horn <3>)
Brendan Croker (Git <9>)
Clem Clemson (Git <9>)
Mo Foster (B <11>)

Paul Brady (Mandoline <1>)
Keith Harvey (Cello <9,10,11>)
Ian Jewell (Viola <9,10,11>)
Brendan O’Reilly (Violine <9,10,11>)
John Georgiadis (Violine <9,10,11>)
David Lindley (Violine <5>)
Helen O’Hara (Violine <1>)

Phil Todd (Sax <1>)
Pete Beachill (Posaune <1>)
Noel Langley (Trompete <1>)
Mark Isham (Trompete <6>, Flügelhorn <6>)
Malcolm Messiter (Oboe)

Martin Ditcham (Perc <3,5,9>)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger